Load Balancing Software anfällig für Angriffe Mehrere Sicherheitslücken in Loadmaster von Kemp entdeckt

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Derzeit gibt es in der Loadbalancer-Software von Kemp zwei Schwach­stellen, die es Angreifern ermöglichen Schadcode einzuschleusen. Für die Angriffe ist eine Authentifizierung am System notwendig, Updates sind bereits verfügbar.

In der bekannten Load Balancing Software Loadmaster von Kemp haben Forscher zwei Schwachstellen entdeckt, über die Angreifer komplette Systeme übernehmen könnten.(Bild:  Miha Creative - stock.adobe.com)
In der bekannten Load Balancing Software Loadmaster von Kemp haben Forscher zwei Schwachstellen entdeckt, über die Angreifer komplette Systeme übernehmen könnten.
(Bild: Miha Creative - stock.adobe.com)

Kemp Loadmaster ist eine bekannte Lösung für das Load Balancing. Forscher haben jetzt Schwachstellen in der Software entdeckt, über die Angreifer Code einschleusen und damit komplette Systeme übernehmen können. Die beiden Lücken CVE-2024-2448 und CVE-2024-2449 sind mit einem CVSS von 8.4 (CVE-2024-2448) und 7.5 (CVE-2024-2449) jeweils als „hoch“ eingestuft.

Betroffen sind alle Versionen bis 7.2.48.10 und älter, 7.2.49.0 bis 7.2.54.8 und 7.2.55.0 bis 7.2.59.2. Auf der Info-Seite zur Lücke sind auch die Patches verfügbar sowie die Versionen der Systeme nach der Aktualisierung.

Loadmaster schnellstmöglich aktualisieren

Aktuell sind noch keine aktiven Angriffe bekannt. Das kann sich angesichts der Bekanntheit der Software sowie der Lücken aber schnell ändern. Die Aktualisierung der Software sollte daher so schnell wie möglich aktualisiert werden. Die Angriffe sind über authentifizierte Nutzer möglich. Bei dem Angriff werden Zugriffe von authentifizierten Nutzern mit Cross-Site-Requests auf externe Seiten umgeleitet, von denen diese unbemerkt Malware abrufen.

Kostenlose Version von Loadmaster ist ebenfalls betroffen

Kunden, die die kostenlose Version von LoadMaster nutzen und nicht direkt aktualisieren können, sollten ihre aktuelle Konfiguration sichern, ein neues, nicht anfälliges System bereitstellen und dann die Sicherung auf das neue System anwenden. Technischer Support steht allen Kunden mit einem aktuellen Supportvertrag zur Verfügung. Kunden ohne gültigen Supportvertrag können bis Ende März 2024 eine Verlängerung beantragen, um Zeit für das Patchen ihrer Systeme zu erhalten.

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