Studie zur Nutzung generativer KI in der Application Security Entwickler lieben KI-generierten Code – trotz Sicherheitsbedenken

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Checkmarx hat Bedenken, Verwendungsarten und das Einkaufsverhalten rund um die KI-gestützte Softwareentwicklung in Unternehmen analysiert. Die Studie zeigt: 99 Prozent der Entwickler-Teams nutzen KI, 80 Prozent befürchten jedoch, KI-generierter Code sei ein Sicherheitsrisiko.

Die meisten Entwickler nutzen heute KI-Tools für die Anwendungsentwicklung, obwohl diese nicht zuverlässig sicheren Code erzeugen können.(Bild:  © Who is Danny – stock.adobe.com)
Die meisten Entwickler nutzen heute KI-Tools für die Anwendungsentwicklung, obwohl diese nicht zuverlässig sicheren Code erzeugen können.
(Bild: © Who is Danny – stock.adobe.com)

Checkmarx hat den Report „7 Steps to Safely Use Generative AI in Application Security“ veröffentlicht. Im Fokus der weltweiten Studie steht das Spannungsverhältnis, in dem CISOs heute agieren: Einerseits stehen sie unter hohem Druck, den Entwickler- und den AppSec-Teams die Produktivitätssteigerungen durch KI-Tools zu erschließen, andererseits sollen sie aber mithilfe klarer Governance-Vorgaben die Sicherheitsrisiken beim Einsatz der neuen Technologie minimieren.

„Die CISOs der Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Gefahren beim Einsatz generativer KI zu bewerten und zu minimieren, ohne Innovationen zu behindern und den Fortschritt in ihrem Unternehmen zu bremsen“, erklärt Sandeep Johri, CEO von Checkmarx. „Generative KI kann überlasteten Entwickler-Teams helfen, erfolgreich zu skalieren und schneller mehr Code zu generieren. Aber neue Probleme wie halluzinierende KIs bereiten auch den Weg für neue Risiken, die sich derzeit nur schwer quantifizieren lassen. Checkmarx hat die Gefahren, die mit KI-generiertem Code einhergehen, korrekt antizipiert – und wir sind stolz, dass wir mit der Checkmarx One Platform auch schon eine neue Generation von Lösungen präsentieren können.“

Folgende Erkenntnisse der KI-Studie belegen, wie schwer es ist, konsistente Governance-Richtlinien zu etablieren und durchzusetzen:

  • Nur 29 Prozent aller Unternehmen haben eine Form von Governance implementiert.
  • 15 Prozent der Befragten untersagen ausdrücklich die Verwendung von KI-Tools zur Code-Generierung in ihren Unternehmen.
  • 99 Prozent berichten, dass – unabhängig von eventuellen Verboten – KI-Tools zur Code-Generierung verwendet werden.
  • 70 Prozent geben an, es gäbe keine zentralisierte Strategie für den Umgang mit generativer KI, und entsprechende Einkaufsentscheidungen würden ad hoc von Fachabteilungen getroffen.
  • 60 Prozent befürchten GenAI-Angriffe, etwa KI-Halluzinationen.
  • 80 Prozent sorgen sich mit Blick auf Sicherheitsbedrohungen, die aus der Verwendung von KI-Tools auf Seiten der Entwickler entstehen.

Erklärtes Ziel vieler CISOs ist es, angemessene Governance-Vorgaben zu definieren, um den Entwickler-Teams die Verwendung KI-gestützter Coding-Tools gestatten zu können. Die Security-Verantwortlichen kennen das Potenzial dieser Technologie und wissen, wie einfach, flexibel und nützlich sie ist, wenn es gilt, die Anwendungsentwicklung in einer unter enormem Zeitdruck agierenden Business-Umgebung zu beschleunigen und zu skalieren.

Allerdings ist generative KI aktuell nicht in der Lage, die etablierten Secure Coding Practices zu befolgen und wirklich sicheren Code zu produzieren. Einige Security-Teams haben dies zum Anlass genommen, KI-gestützte Security-Tools zu integrieren, um damit den Wildwuchs an KI-generiertem Code besser managen zu können. Die Checkmarx-Studie stellt fest, dass:

  • 47 Prozent der Befragten darüber nachdenken, KI-Lösungen zu implementieren, die eigenmächtig Veränderungen an Code vornehmen können.
  • Sechs Prozent geben an, dass sie einer KI, die Security-Abläufe in bestehenden Herstellerlösungen beeinflusst, kein Vertrauen entgegenbringen würden.

„Die Antworten der weltweiten CISO-Community belegen, dass die meisten Entwickler heute KI-Tools für die Anwendungsentwicklung nutzen, obwohl diese nicht zuverlässig sicheren Code erzeugen können. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Security-Teams eine Flut von neuem, unsicherem Code bewältigen müssen“, so Kobi Tzruya, Chief Product Officer bei Checkmarx. „Die Security Teams sind daher mehr denn je auf eigene produktivitätssteigernde Tools angewiesen, mit denen sie Schwachstellen managen, korrelieren und priorisieren können, wie es z.B. unsere Platform Checkmarx One ermöglicht.“

Über die Studie

Anfang 2024 beauftragte Checkmarx ein weltweit tätiges Forschungsunternehmen mit der Befragung von 900 CISOs und Application-Security-Experten in Unternehmen in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum mit einem jährlichen Umsatz von 750 Mio. US-Dollar oder mehr.

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