Herausforderungen beim Vulnerability Management, Teil 2

Kontinuierliches Schwachstellen-Management

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Incident Response

Die Sicherheit eines Systems in einem Unternehmen ist nur so effektiv, wie die zeitnahe Reaktion auf eine Sicherheitsverletzung. Die schnelle Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall kann die Auswirkungen erheblich reduzieren, die das Ereignis für das Unternehmen haben könnte. Allerdings sehen viele Organisationen diesen Bereich als Funktion an, die nur dann eingesetzt werden sollte, wenn die Sicherheitsverletzung bereits eingetreten ist.

Die moderne Bedrohungslandschaft erfordert einen aktiven Ansatz bei der Reaktion auf Vorfälle und potentielle Vorfälle. Die Entdeckung einer kritischen Schwachstelle bedeutet nicht automatisch, dass eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde. Dennoch bietet der Einsatz eines Incident-Response-Prozesses eine Reihe von Vorteilen.

Erstens ermöglicht er, dass die Verantwortlichen auf eine eventuell notwendige Reaktion besser vorbereitet sind, sobald ein Vorfall passiert. Das Verfahren ermöglicht auch dem Notfall-Team, sicherzustellen, die notwendigen Tools und Überwachungsmöglichkeiten für die Sicherheit bereit zu stellen.

Während eines Störfalls kann es auch erforderlich sein, den Vulnerability-Management-Prozess zu integrieren, damit Systeme auf potenzielle Gefahren geprüft werden können, um diese als Angriffspunkt für eine Kompromittierung zu erkennen bzw. auszuschließen. Darüber hinaus kann der Vulnerability-Management-Prozess dem Notfall-Team helfen, andere potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, die Angreifer nutzen, um die Systeme zu hacken.

Automatisierung

Der Schlüssel für ein erfolgreiches Vulnerability Management ist Automatisierung. Sicherheitslösungen werden oft als Mittel angesehen, Sicherheitslücken zu schließen oder zu verhindern. In Wirklichkeit jedoch ist dies meist nicht der Fall. Je nachdem, wer oder was das System angreift, fungieren die verschiedenen Sicherheitslösungen höchstens als „Bremse“, d.h. sie verzögern lediglich die Angreifer auf dem Weg zu ihrem Ziel. Daher ist „Zeit“ der Hauptfaktor bei der Erkennung, Bewertung und Korrektur von Schwachstellen.

Ein weiterer Grund für die Automatisierung ist das zu verarbeitende Datenvolumen. Dies hängt von der Größe und Komplexität der IT-Umgebung ab, die verwaltet werden muss. Aber bei großen Netzwerken werden praktisch ständig Geräte ins Netzwerk hinzugefügt und entfernt. Die manuelle Verarbeitung großer Datenmengen ist extrem zeitaufwendig und fehleranfällig. Der letzte Grund für die Automatisierung ist die Reduzierung des „Faktors Mensch“ dahingehend, dass menschliche Fehler vermieden werden.

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