Report von Outpost24 Mangelnde Cybersicherheit in KRITIS-Bereichen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Analysten von Outpost24 haben 20.000 IT-Assets aus KRITIS-Sektoren in der DACH-Region untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass es in allen Bereichen teils kritische Schwachstellen und geleakte Zugangsdaten gibt.

Die IT-Assets der Energiebranche, der Pharmaindustrie, des Gesundheitswesens, des Finanzwesens und des Transportwesens aus der DACH-Region sind aufgrund von Sicherheitslücken anfällig für Cyberangriffe.(Bild:  rfassets - stock.adobe.com)
Die IT-Assets der Energiebranche, der Pharmaindustrie, des Gesundheitswesens, des Finanzwesens und des Transportwesens aus der DACH-Region sind aufgrund von Sicherheitslücken anfällig für Cyberangriffe.
(Bild: rfassets - stock.adobe.com)

Unzureichend geschützte IT-Systeme, veraltete Softwareversionen und schlecht sensibilisierte Mitarbeiter gegenüber Cyberbedrohungen. Outpost24 hat im Rahmen des Benchmarks „Sicherheit externer Angriffsflächen“ über 20.000 IT-Assets in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) untersucht und war von der Ergebnissen besorgt. Denn diese Gegebenheiten würden nicht nur die Entstehung von Schwachstellen begünstigen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe erhöhen, die in vielen Fällen vermeidbar gewesen wären. Untersucht wurden die KRITIS-Sektoren Energie, Finanzen, Gesundheit, Pharma und Transport.

Mehr als 20 Prozent der von Outpost24 identifizierten Schwachstellen wurden als „kritisch“, „sehr hoch“ oder „hoch“ eingestuft. Besonders in der Pharmaindustrie sei die Lage angespannt, denn dort wurden 54 Prozent aller bekannten Sicherheitslücken als besonders riskant bewertet. Und auch der Gesundheitssektor schnitt schlecht ab. Dort wurden 23 Prozent als kritisch, sehr hoch oder hoch eingestuft. Im Finanzsektor waren es knapp 21 Prozent.

Gestohlene Identitäten sind nach wie vor Einfallstor

Die Studie zeigt, dass gestohlene Zugangsdaten nach wie vor zu den größten Bedrohungen zählen. Im Gesundheitswesen ist die Zahl durch Malware kompromittierter Zugangsdaten mit einem Anteil von 45 Prozent aller entdeckten Sicherheitsvorfälle besonders hoch. Doch im Finanzsektor sieht es noch düsterer aus: Mit einem Anteil von 52 Prozent aller geleakten Zugangsdaten, die auf Dark-Web-Plattformen gehandelt werden, stammen aus diesem Sektor.

Transportbranche besonders gefährdet

Auch in der Transportbranche haben die Analysten IT-Assets untersucht. Mit 38 Prozent der untersuchten Assets der Branche sind exponiert und somit angreifbar. Diese exponierte Position mache die Unternehmen in diesem Bereich zu einem bevorzugten Ziel für Cyberangriffe. Outpost24 warnt, dass die Folgen solcher Angriffe verheerend sein könnten, da sie nicht nur die Geschäftskontinuität gefährden, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf Lieferketten und kritische Infrastrukturen haben könnten.

„Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen deutlich, dass Cybersicherheit in der DACH-Region weiterhin ein unterschätztes Thema bleibt – selbst in hochsensiblen Branchen wie dem Gesundheitswesen oder der Transportlogistik“, sagt Martin Jartelius, CISO von Outpost24. „Während sich die Bedrohungslandschaft zunehmend weiterentwickelt, hinken viele Unternehmen bei der Umsetzung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen hinterher. Es ist alarmierend zu sehen, wie viele kritische Schwachstellen durch veraltete Systeme, unzureichende Netzwerkkonfigurationen und schlecht geschützte Zugangsdaten entstehen. Die Zahlen sind ein eindringlicher Weckruf: Unternehmen müssen jetzt aktiv werden, um ihre IT-Assets besser abzusichern und ihre Angriffsflächen nachhaltig zu reduzieren. Nur mit einer proaktiven Herangehensweise können sie künftigen Risiken wirksam begegnen.“

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