Fehlende Authentifizierung Kritische Sicherheitslücke bei Oracle aktiv ausgenutzt

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

Eine kritische Oracle-Schwachstelle von Oktober ist akut und leicht aus­nutzbar: CVE-2025-61757 in Fusion Middleware ermöglicht aufgrund feh­len­der Authentifizierung Zugriff auf den Identity Manager. Die Wahr­schein­lich­keit eines Angriffs ist sehr hoch.

Aufgrund fehlender Authentifizierung in der REST‑API des Identity Managers von Oracle Fusion Middleware konnten Cyberkriminelle mit Netzwerkzugang per HTTP kritische Verwaltungsaktionen ausführen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Aufgrund fehlender Authentifizierung in der REST‑API des Identity Managers von Oracle Fusion Middleware konnten Cyberkriminelle mit Netzwerkzugang per HTTP kritische Verwaltungsaktionen ausführen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Ein CVSS-Score von 9.8, ein EPPS-Score von 79.45 ProzentEPPS-Score von 79.45 Prozent und eine Warnung der CISA: Für die Sicherheitslücke CVE-2025-61757 hat Oracle bei seinem Patch­day im Oktober bereits ein Update veröffentlicht. Doch nun nutzen Cyberkriminelle die Schwach­stelle, die als leicht auszunutzen gilt, aktiv für Cyberattacken.

Fehlende Authentifizierung im Identity Manager von Fusion Middleware

Betroffen von CVE-2025-61757 sind die unterstützten Versionen 12.2.1.4.0 und 14.1.2.1.0 von Oracle Fusion Middleware. Denn im REST-Webdienst des Identity Managers findet sich ein Softwarefehler, der es einem nicht authentifizierten Angreifer mit Netzwerkzugriff erlaubt, über HTTP kritische Funktionen des Identity Manager zu kompromittieren. Erfolgreiche Attacken können zur vollständigen Kompromittierung des Systems führen.

Der Meldung der CISA nach, hatten US-Behörden, die Fusion Middleware nutzen, bis zum 12. Dezember 2025 Zeit, die Sicherheitslücke zu schließen und somit die fehlende Authen­ti­fi­zier­ung zu beheben. Mangelhafte oder fehlende Authentifizierungsprozesse gehören mittlerweile zu den häufigsten Angriffsvektoren, da sie für Angreifende oftmals leicht auszunutzen sind. Für Unternehmen jedoch stellen solche Sicherheitslücken ein enormes Risiko dar. Dies spiegelt auch der Exploit Prediction Scoring System (EPPS) Score von 79.45 Prozent wider, den die Euro­pean Union Vulnerability Database vergibt. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass CVE-2025-61757 innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird, bei fast 80 Prozent liegt.

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