Kritische Schwachstelle in Fortra FileCatalyst Workflow Exploit erlaubt vollständige Systemübernahme

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Eine kritische Sicherheitslücke (CVE 2024-6633) in Fortra FileCatalyst Workflow erlaubt Angreifern, über voreingestellte, öffentlich zugängliche Anmeldeinformationen Admin-Rechte zu erlangen und Systeme zu übernehmen.

Durch nicht optimal gesetzte Anmeldeinformationen, die zum Teil hardcodiert sind, können Angreifer bei Fortra FileCatalyst Workflow Admin-Rechte erlangen und ganze Systeme übernehmen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Durch nicht optimal gesetzte Anmeldeinformationen, die zum Teil hardcodiert sind, können Angreifer bei Fortra FileCatalyst Workflow Admin-Rechte erlangen und ganze Systeme übernehmen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Entwickler von Fortra FileCatalyst Workflow haben eine Lücke identifiziert, über die Angreifer komplette Systeme übernehmen können, indem sie die Benutzerdaten von Admins nutzen. Betroffen ist die Software FileCatalyst Workflow in der Version 5.1.6 Build 139 und früheren Versionen.

CVE 2024-6633 in Fortra FileCatalyst Workflow

Die Schwachstelle trägt die CVE 2024-6633 hat eine Bewertung von 9.8. Solche Schwachstellen stellen ein erhebliches Risiko für die Sicherheit von IT-Infrastrukturen dar, da sie aus der Ferne ohne Authentifizierung ausgenutzt werden können. Das Problem liegt in der Nutzung der voreingestellten Zugangsdaten für die HSQL-Datenbank (HSQLDB), die während der Installation von FileCatalyst Workflow eingerichtet wird.

Diese Zugangsdaten sind öffentlich zugänglich, da sie in einem Artikel der Hersteller-Wissensdatenbank veröffentlicht sind. Obwohl diese Datenbank lediglich zur Unterstützung bei der Installation vorgesehen ist und gemäß den Anleitungen des Herstellers nicht für den produktiven Einsatz genutzt werden sollte, besteht dennoch eine erhebliche Gefahr. Viele Nutzer haben es versäumt, auf eine alternative Datenbanklösung umzustellen, wodurch sie für Angriffe anfällig bleiben.

Ein Angreifer, der in der Lage ist, diese Zugangsdaten zu nutzen, kann sensible Informationen auslesen, die Integrität der gespeicherten Daten manipulieren oder die Verfügbarkeit des gesamten Systems beeinträchtigen. Der Hersteller hat die HSQLDB bereits als veraltet markiert und empfiehlt dringend, auf eine andere Datenbanklösung umzusteigen, um diese Sicherheitslücke zu schließen. Diese Empfehlung unterstreicht die Bedeutung eines schnellen Upgrades auf FileCatalyst Workflow Version 5.1.7 oder höher, wo diese Schwachstelle behoben wurde. Es wird dringend geraten, diesen Schritt umgehend umzusetzen, um das Risiko eines erfolgreichen Angriffs zu minimieren.

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