CVSS 10.0 und Exploit HPE-OneView-Sicherheitslücke wird sehr wahrscheinlich ausgenutzt

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

Eine kritische Sicherheitslücke in HPE OneView stellt ein erhebliches Risiko dar. Angreifer können die RCE-Schwachstelle über eine unsichere REST-API ausnutzen. Mit einem EPSS-Score von 81.31 Prozent ist die Wahr­schein­lichkeit einer Ausnutzung extrem hoch.

Nutzen Cyberkriminelle die kritische Sicherheitslücke in HPE OneView erfolgreich aus, sind sie in der Lage, Zugriff auf Systemressourcen zu erlangen und schädliche Änderungen vorzunehmen.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Nutzen Cyberkriminelle die kritische Sicherheitslücke in HPE OneView erfolgreich aus, sind sie in der Lage, Zugriff auf Systemressourcen zu erlangen und schädliche Änderungen vorzunehmen.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Eine kritische Sicherheitslücke in HPEs OneView stellt ein enormes Risiko für Unternehmen dar, die die Infrastrukturmanagement-Software einsetzen. Denn die Schwachstelle EU­VD-2025-203803* / CVE-2025-37164 (CVSS-Score 10.0) hat einen EPSS-Score von 81.31 Prozent. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung der Sicherheitslücke enorm hoch ist.

Aktiv ausgeführte Remote Code Execution

Betroffen von der Sicherheitslücke, die Remote Code Execution ermöglicht, sind alle Versionen von HPE OneView bis einschließlich v10.20. Weitere Informationen zu diesem gefährlichen Soft­warefehler liefert HPE in seinem Sicherheitshinweis nicht. Zur Behebung der Schwach­stelle hat der Hersteller einen Hotfix für alle Versionen von OneView – 5.20 bis 10.20 – ver­öffent­licht. Dieser Fix muss nach einem Appliance-Upgrade von Version 6.60.xx auf 7.00.00, einschließlich einer Neuinstallation von HPE Synergy Composer, erneut installiert werden. Der Hotfix für die virtuelle Appliance finden Kunden unter der HPE OneView Virtual Appliance Security Hotfix. Den Hotfix für HPE Synergy Composer gibt es unter HPE Synergy CVE Security Hotfix.

Die CISA hat EUVD-2025-203803 / CVE-2025-37164 in ihren Katalog der Known Exploited Vulnerabilities aufgenommen. Das bedeutet, dass bereits aktive Angriffe über die Sicher­heitslücke beobachtet wurden.

Exploit verfügbar

Nicht nur die Tatsache, dass alle OneView-Versionen sowie der höchstmögliche CVSS-Score sorgen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung steigt, sondern auch der Exploit, der öffentlicht verfügbar ist. Ein Security-Forscher von Rapid7 hat auf GitHub unter dem Namen „sfewer-r7“ einen Exploit für EUVD-2025-203803 / CVE-2025-37164 veröffentlicht. Dieser Exploit ermöglicht es Angreifern, die RCE-Schwachstelle in HPE OneView auszunutzen, indem sie über eine unsichere REST-API unauthentifizierte Code-Injektionen durchführen. Unter­neh­men sollten also dringend die Sicherheitsupdates anwenden, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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