Untersuchung von Tenable Kritische Sicherheitslücken in Busi­ness-Intelligence-Tool Google Looker

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Tenable hat zwei kritische Sicherheitslücken in Google Looker entdeckt, die unautorisierten Zugriff und Datenexfiltration ermöglichen. Weitere sieben Schwachstellen sind teils noch kritischer. Betroffene sind selbst gehostete Instanzen.

In Google Cloud Looker finden sich acht Sicherheitslücken, eine davon ist kritisch.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
In Google Cloud Looker finden sich acht Sicherheitslücken, eine davon ist kritisch.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Über 60.000 Unternehmen in 195 Ländern nutzen die Business-Intelligence-Plattform Google Looker. Gerade deshalb sollten die zwei Sicherheitslücken, die Tenable in der Plattform ent­deckt hat, schnellstmöglich geschlossen werden. Das Forschungsteam des Herstellers hat zum einen eine RCE-Kette (Remote Code Execution) identifiziert, die durch die Manipulation von Git-Hook-Overrides zu unautorisiertem Zugriff auf die Daten anderer Benutzer führen kann und das Risiko birgt, dass Angreifer sensible Informationen aus verschiedenen Benutzerkonten innerhalb der gleichen Anwendung auslesen oder beeinflussen können. Zum anderen fand das Team eine Schwachstelle, die die Exfiltration von Daten aus einer internen Datenbank er­mög­licht. Diese Sicherheitslücke ist bereits unter der ID EUVD-2025-198206* / CVE-2025-12743 (CVSS-Score 6.0, EPSS-Score 0.04) gelistet ist. Tenable hat seine Erkenntnisse unter dem Namen „LookOut“ analysiert. Während Tenable nur von diesen zwei Sicherheits­lücken in Looker spricht, gibt es tatsächlich noch sieben weitere Schwachstellen in der Plattform, die teils sogar ein noch höheres Risiko bergen.

Hohes Risiko für Looker-User

Neben EUVD-2025-198206 / CVE-2025-12743 wurden folgende Sicherheitslücken in Looker gefunden:

Betroffen sind derzeit nur ungepatchte, selbst-gehostete Looker-Instanzen. Instanzen, die von Google Cloud verwaltet werden, sind bereits gepatcht und erfordern keine Maßnahmen durch die Nutzer. Wer Looker selbst hostet, sollte schnellstmöglich auf eine der folgenden Versionen updaten:

  • 25.12.30+
  • 25.10.54+
  • 25.6.79+
  • 25.0.89+
  • 24.18.209+

Looker-Versionen 25.14 und höher sind von den Sicherheitslücken nicht betroffen.

Zeitlicher Ablauf der Offenlegung durch Tenable

Seine ausführliche Analyse hat Tenable erst Anfang Februar 2026 veröffentlicht, die Sicher­heitslücken bestehen allerdings bereits seit Juni 2025. Damals hat der Hersteller LookOut erst­mals an Google gemeldet. Im Rahmen eines Responsible-Disclosure-Verfahrens stimmte Te­nable zu, seinen Bericht erst im Oktober 2025 zu veröffentlichen. Ende August 2025 begann Google Cloud mit dem Rollout der Patches und Ende November veröffentlichte Google Gloud weitere Details zu den Sicherheitslücken in Looker. Details zur Offenlegung hat Tenable hier veröffentlicht.

Schwachstellen in Looker Studio

Trotz des ähnlichen Namens, sind Looker und Looker Studio zwei unterschiedliche Produkte von Google. Looker ist eine Plattform für Business Intelligence, die Unternehmen für die Da­tenanalyse, Datenvisualisierung und Berichterstattung nutzen. Looker Studio hingegen ist ein kostenloses Self-Service-Tool von Google, das ähnliche Funktionen bietet. Auch in diesem Tool wurden drei Sicherheitslücken gefunden und Ende November von Google Cloud ge­schlossen:

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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