Anwenderschutz durch Honeypots und Fake-Azure-Abonnements Gefälschte Azure-Abos ködern Cyberkriminelle

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Um seine Kunden vor Cyberkriminellen zu schützen und Phishing zu unterbinden, arbeitet Microsoft verstärkt mit Honeypots und lockt Kriminelle damit auf Fake-Azure-Accounts.

Honeypots sind Scheinziele, die Hacker und Cyberkriminelle in die Falle locken sollen.(Bild:  fotofrank - stock.adobe.com)
Honeypots sind Scheinziele, die Hacker und Cyberkriminelle in die Falle locken sollen.
(Bild: fotofrank - stock.adobe.com)

Microsoft geht stark gehen Cyberkriminelle vor und agiert mittlerweile auch recht aggressiv gegen Phisher. Neben der gezielten Überwachung von Phishing-Seiten lockt Microsoft immer mehr Cyberkriminelle über Honeypots auf täuschend echt wirkende Azure-Seiten. Diese verfügen über Dateifreigaben, oft tausende (gefälschte) Benutzer sowie eigene Domänen. Außerdem laufen auf den Seiten Aktivitäten, die denen echter Kunden bei Microsoft Azure ähneln.

Im Fokus steht dabei die umfassende Analyse der Angriffsmethoden und die Identifizierung der Angreifer. Laut eigenen Angaben überwacht Microsoft aktuell mehr als 25.000 Phishing-Seiten und hat bereits 40.000 Angriffe verhindert.

Abbildung der Infrastrukturen der Angreifer

Microsoft bildet auf Basis dieser Informationen die Infrastruktur der Angreifer nach, um ein Verständnis für deren Angriffsmethoden zu erhalten und effektiver dagegen vorgehen zu können. Zu den gesammelten Informationen gehören IP-Adressen, Browser, Standort, Verhaltensmuster, die Verwendung von VPNs oder VPS und die von ihnen verwendeten Phishing-Kits.

Die Umgebungen sind laut Microsoft so echt gestaltet, dass es mehrere Wochen dauert, bis ein Angreifer erkennt, dass er auf einer gefälschten Microsoft Azure-Seite aktiv ist. Zwar führen Unternehmen seit Jahren ähnliche Aktionen durch, aber Umfang, Art und Weise der Honeypots und vor allem das Nutzen der eigenen Infrastruktur ist einzigartig. Das zeigt, wie Unternehmen in Zukunft sehr viel intelligenter und aggressiver vorgehen müssen, um sich und ihre Kunden gegen Angreifer zu schützen.

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