Elevation of Privilege Kritische Sicherheitslücke im Microsoft PC Manager

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine kritische Schwachstelle im Microsoft PC Manager erlaubt Angreifern, Adminrechte zu erlangen und Systeme zu übernehmen. Microsoft hat die Sicherheitslücke geschlossen, dennoch sollten Nutzer Updates und Sicher­heitsregeln im Blick behalten.

Durch einen Fehler in der Autorisierungsprüfung konnte der PC Manager Aktionen zulassen, für die Nutzer keine entsprechenden Rechte hatten – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.(Bild:  © Egor - stock.adobe.com)
Durch einen Fehler in der Autorisierungsprüfung konnte der PC Manager Aktionen zulassen, für die Nutzer keine entsprechenden Rechte hatten – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.
(Bild: © Egor - stock.adobe.com)

Eine Elevation-of-Privilege-Schwachstelle (EoP) im Microsoft PC Manager gefährdet Windows-User. Sicherheitslücke CVE-2025-53795 hat einen CVSS-Score von 9.1 und ist damit kritisch. Sie ermöglicht es Cyberangreifern, sich unbefugt Administratorrechte zu verschaffen und so die vollständige Kontrolle über das betroffene System zu übernehmen.

Unzureichende Berechtigungsprüfung

Die Schwachstelle ist laut Microsoft durch eine „Improper Authorization“ entstanden. Dies bedeutet, dass der PC Manager nicht ausreichend überprüft, ob ein Benutzer oder Prozess über­haupt die nötigen Rechte für eine bestimmte Aktion hat.

PC Manager ist ein System-Tool von Microsoft, das für Windows-PCs entwickelt wurde. Es dient dazu, die Leistung des Betriebssystems zu verbessern und somit den Gesamtzustand des Geräts. Dazu gehören neben dem Beenden von Prozessen, die viel Speicher oder CPU verbrauchen und dem Löschen von temporären Dateien auch das Anzeigen von Updates und die Überprüfung von Apps.

Nutzer des Tools müssen nicht aktiv werden. Denn die Schwachstelle wurde bereits von Micro­soft geschlossen. Sie müssen also weder Updates manuell installieren, Patches herunterladen oder Konfigurationen anpassen. Dennoch ist es gerade für Microsoft-Kunden wichtig, aktiv Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um ihre Systeme zu härten, da die gesamte Produkt­band­breite des Herstellers regelmäßig das Ziel von Cyberangreifern ist. Deswegen sollten sie

  • für die eingesetzten Produkte die automatischen Updates aktivieren und dennoch manuell regelmäßig prüfen, ob die neueste Version installiert ist.
  • Software nur von der offiziellen Microsoft-Webseite oder dem Microsoft-Store herunterladen, nicht von Drittanbieterseiten.
  • überprüfen, ob die vergebenen Berechtigungen korrekt sind. Jeder User sollte nur die Rechte haben, die er maximal benötigt, nicht mehr.
  • zusätzliche Sicherheitslösungen einsetzen wie einen Endpoint-Schutz und Firewall-Regeln aktivieren.

(ID:50523203)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung