Neue Windows-KI-Funktion unter starker Kritik und Angriff Microsoft Recall schon jetzt geknackt

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Microsoft Recall ist eine KI-Funktion in Windows, die ohnehin stark in der Kritik ist. Jetzt gibt es bereits ein Tool, das auch unberechtigten Personen Zugriff auf die heiklen Daten erlaubt. Microsoft versucht bereits dem Datenschutz­desaster Herr zu werden.

Microsoft Recall ist eine neue KI-Technologie, die für Unternehmen schnell zum Datenschutz-GAU werden kann.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Microsoft Recall ist eine neue KI-Technologie, die für Unternehmen schnell zum Datenschutz-GAU werden kann.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Recall ist eine fortschrittliche Suchtechnologie, die es ermöglicht, durch die Vergangenheit eines PCs zu navigieren und benötigte Inhalte effizient wiederzufinden. Diese Funktionalität basiert auf einer durchsuchbaren Zeitleiste, welche die Interaktionen des Nutzers mit dem Computer visuell darstellt. Durch einfache Beschreibungen dessen, was man sucht, kann Recall den genauen Moment wiederherstellen, in dem der gesuchte Inhalt angezeigt wurde.

Einfach ausgedrückt macht Microsoft Recall in regelmäßigen Abständen, vermutlich alle 5 Sekunden, Screenshots von den Aktionen, die Nutzer an ihrem PC vornehmen. Die Speicherung der Daten erfolgt. Eine integrierte KI in Windows analysiert die Daten und soll dem Benutzer dabei helfen mit natürlicher Sprache Recherchen durchzuführen. So können Anwender zum Beispiel die lokale KI fragen, wie ein bestimmtes Produkt heißt, dass vor einiger Zeit auf einer Internetseite gesucht wurde. Laut Microsoft erfolgt die Verarbeitung der Recall-Daten nur lokal und die Speicherung der Daten erfolgt verschlüsselt. Dennoch ist das Tool stark in der Kritik, vor allem aus Sicht des Datenschutzes.

TotalRecall liest Recall-Daten ohne Berechtigungsprobleme aus

Obwohl das Produkt noch nicht allgemein verfügbar ist, gibt es bereits Skripte, die in der Lage sind lokale Daten aus Recall auszulesen. Das heißt, die Daten sind nicht sicher, und jeder der Zugriff auf den PC nehmen kann, hat die Möglichkeit die Recall-Daten zu lesen. Unternehmen sollten sich daher bereits darauf vorbereiten, wie sie mit Recall umgehen und wie sie die Funktion aktivieren, steuern oder unter Umständen deaktivieren, weil auch unberechtigte Anwender Zugriff auf personenbezogene Daten nehmen können. Schlussendlich drohen hier hohe Strafen auf Grund der DSGVO.

Microsoft rudert zurück

Das heißt natürlich, wenn die Funktion überhaupt kommt. Denn in einem aktuellen Blogpost beschreibt Microsoft, dass die Funktion erst später breit ausgerollt werden soll und im ersten Schritt nur den Teilnehmern des Windows Insider Programms (WIP) zur Verfügung stehen soll. Erst nach weiterem Feedback soll die Funktion dann – vielleicht – irgendwann in der Zukunft für alle Anwender kommen.

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