Präventiver Schutz vor Cyberangriffen Mit Schwachstellenanalyse die IT-Sicherheit nachhaltig erhöhen

Von Stefan Halupka

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Digitale Prozesse sorgen für Effizienz, aber auch für Gefahren. Digital gespeicherte Daten werden zum Ziel von Cyberangriffen – diese unangenehme Erfahrung machen Unternehmen, Behörden und andere Organisationen täglich. Mit zunehmenden Angriffen wächst aber auch das Bewusstsein für diese Risiken. Doch was tun?

Mit regelmäßig durchgeführten Analysen lassen sich IT-Systeme schnell auf ihre Schwachstellen überprüfen. So könnnen IT-Verantwortliche ein wirkungsvolles Schwachstellenmanagement etablieren, welches die IT-Sicherheit dauerhaft erhöht.(Bild:  Nmedia - stock.adobe.com)
Mit regelmäßig durchgeführten Analysen lassen sich IT-Systeme schnell auf ihre Schwachstellen überprüfen. So könnnen IT-Verantwortliche ein wirkungsvolles Schwachstellenmanagement etablieren, welches die IT-Sicherheit dauerhaft erhöht.
(Bild: Nmedia - stock.adobe.com)

IT-Mitarbeitende kennen es: Irgendwo hakt es immer – zum Beispiel, weil Server veraltet sind, das Patch-Management nicht richtig funktioniert und dadurch Updates zu spät ausgeliefert werden, oder weil noch Softwarefragmente von deinstallierter Software bestehen. Spezifische Themen wie diese bedrohen täglich die IT-Sicherheit von Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen. Sicherheitslücken werden zur Gefahr, wenn darüber Malware eingeführt wird. Die möglichen Folgen: Datenklau- und Manipulation, Spionage oder Erpressung durch Ransomware – bis hin zum kompletten Systemausfall oder nicht mehr möglichen Systemzugriff, wodurch Unternehmen ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen können. Gerade Schwachstellen, die seit Monaten oder gar Jahren bekannt sind, werden gern von Cyberkriminellen ausgenutzt. Um zu prüfen, wie geschützt die eigene IT-Infrastruktur vor Cyberangriffen ist, bietet sich eine professionelle Schwachstellenanalyse an. Sie überprüft IT-Systeme in kurzer Zeit auf potentielle Gefahren.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Analyse ist der Schwachstellenscan, der IT-Systeme mit einer speziellen Software automatisch auf Schwachpunkte überprüft, ohne den laufenden Betrieb der IT-Systeme zu stören. Solch ein Scan eignet sich gerade am Anfang, da er weniger aufwendig ist als beispielsweise ein intensiverer Penetrationstest, bei dem der operative Betrieb eingeschränkt sein kann. Beim Scan werden IP-Adressen mithilfe spezieller Softwaretools automatisiert auf mögliche Schwachstellen untersucht − unabhängig von Software und Hersteller. Die Analyse zeigt Lücken detailliert auf und erkennt sogar, ob Passwörter nicht ablaufen. Indirekt kann der Scan beispielsweise auch zeigen, wie verantwortungsbewusst das Patch-Management – also das regelmäßige Aktualisieren der Software – umgesetzt wird. Die Dauer eines Schwachstellenscans ist hierbei stets abhängig von der Anzahl der zu scannenden IP-Adressen.

Vom Scan zum Schwachstellenmanagement

Jeder Scan sorgt für eine riesige Menge an Informationen – nicht selten wird eine große Zahl an kritischen und schwerwiegenden IT-Sicherheitsprobleme identifiziert. Alle Erkenntnisse werden gesammelt in die Schwachstellenanalyse aufgenommen und ausgewertet. Dieses Reporting zeigt dann die Art der Risken der untersuchten IT-Adressen auf.

Schwachstellenscans stärken die IT-Sicherheit aber erst dann nachhaltig, wenn sie regelmäßig wiederholt werden. Ebenso können Probleme dauerhaft überwacht, klassifiziert und priorisiert werden. Laufend ermittelte Kennzahlen erlauben Vergleiche, erkennen Trends und ermöglichen zu einem gewissen Grad, Gefahren vorherzusagen. Diese regelmäßigen Überprüfungen zum Schutz der IT-Sicherheit lassen sich unter dem Begriff Schwachstellenmanagement zusammenfassen – ein Service, der gängiger Weise von externen Managed Services Providern übernommen wird. Auf diese Weise kann auch der Aufwand der eigenen IT verringert werden, wodurch dringend benötigte Ressourcen frei werden.

Was vor einem Schwachstellenscan zu beachten ist

Im Vorfeld der Überprüfung ist es wichtig, die firmeneigenen IT-Administratoren einzubinden: Sie kennen die eigenen Systeme am besten und können eventuelle Probleme schon im Vorfeld benennen. Sie wissen auch, wann der Check die Systeme möglichst wenig beeinträchtigt – meistens ist das in der Nacht oder am Wochenende der Fall.

Darüber hinaus muss im Vorfeld geklärt werden, ob Bereiche der IT-Infrastruktur, die von externen Dienstleistern betrieben werden, etwa Hosting- oder Cloud-Lösungen, ebenfalls überprüft werden sollen. Rechtlich ist das nur möglich, wenn diese Dienstleister explizit einwilligen.

Präventiver Schutz: So hilft Schwachstellenmanagement

Regelmäßig durchgeführt erlaubt ein professionelles Schwachstellenmanagement eine kontinuierliche Prävention von Hackackerangriffen und eine Eliminierung von potentiellen Angriffsflächen, bevor diese zur Gefahr werden. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Neue Risiken werden schnell entdeckt, da sie durch einen regelmäßigen und ganzheitlichen Ansatz aufgespürt und klassifiziert werden. Im nächsten Schritt können sie dann behoben werden
  • So kann gerade auf kritische Schwachstellen rasch reagiert werden
  • Kontinuierliche Scans erlauben es zudem, Trends zu erkennen und wiederkehrende Schwachstellen zu identifizieren. Mit diesen Erkenntnissen ist es möglich, Probleme unmittelbarer sowie unkomplizierter zu beheben und Abläufe dauerhaft zu optimieren
  • Das systematische Vorgehen mit Partner-Support ermöglicht eine aktuelle und transparente Datenbasis mit Blick auf die IT-Sicherheit des Unternehmens, ohne die eigenen Ressourcen zu überlasten

Nur wer seine Schwachstellen kennt, weiß, wo er ansetzen kann – doch diese ändern sich täglich. Eine professionelle Schwachstellenanalyse kann Firmen hierbei helfen, aktuelle Sicherheitsrisiken zu identifizieren. Ein anschließender Report bietet eine Übersicht über die gefundenen Schwachstellen, um bildet somit eine konkrete Grundlage, um diese im Nachgang zu beheben. Mit diesem präventiven Ansatz lassen sich potentiell hohe Kosten einsparen, bevor sie durch einen unerkannten erfolgreichen Cyberangriff anfallen. Genau deshalb ist eine regelmäßige Analyse samt Reporting so wichtig. Sie priorisiert, welche Schritte Vorrang haben. Das Schwachstellenmanagement regelt darüber hinaus, wer wann welche Informationen zu entdeckten Schwachstellen bekommt, wer für welche Schritte verantwortlich ist und welche Mittel und Wege genutzt und eingeschlagen werden. IT-Sicherheit ist zuallererst auch ein Prozess, der durch ein systematisches Schwachstellenmanagement hilfreich und kosteneffizient unterstützt werden kann. Das kann gerade für kleine und mittelständische Firmen interessant sein, die mit begrenzten Ressourcen und IT-Budgets mit denselben Sicherheitsbedrohungen umgehen müssen, wie größere Unternehmen.

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Über den Autor: Stefan Halupka ist Director der Business Unit ECM & ICT DACH bei der TA Triumph-Adler GmbH.

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