Use-after-free-Fehler Kritischer Zero-Day-Angriff auf Firefox und Thunderbird

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Mozilla veröffentlicht neue Versionen von Firefox und Thunderbird. Dabei werden Schwachstellen geschlossen, die Angreifer aktuell bereits aktiv ausnutzen.

Eine kritische Sicherheitslücke in Mozilla FireFox und Thunderbird ermöglicht Hackern Remote Code Execution.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Eine kritische Sicherheitslücke in Mozilla FireFox und Thunderbird ermöglicht Hackern Remote Code Execution.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Mozilla Foundation informiert über eine kritische Sicherheitslücke in Firefox und Firefox ESR, die in den Versionen 131.0.2, ESR 115.16.1 und ESR 128.3.1 behoben wurde. Die Sicherheitslücke CVE-2024-9680 mit einem CVSS von 9.8 stellt eine ernsthafte Bedrohung dar, da sie es Angreifern ermöglicht, schädlichen Code im Content-Prozess des Browsers auszuführen. Betroffen sind die Standardversion von Firefox sowie die Extended Support Releases (ESR), die oft in Unternehmensumgebungen verwendet werden.

Angreifer können Mozilla Firefox übernehmen

Die Schwachstelle, die vom Sicherheitsforscher Damien Schaeffer von ESET gemeldet wurde, betrifft einen "Use-after-free"-Fehler in der Animation-Timeline-Implementierung von Firefox. Dieser Fehler tritt auf, wenn Speicher nach seiner Freigabe weiterhin genutzt wird. Dadurch entstehen unvorhersehbare Zustände, die Angreifer ausnutzen können, um Schadcode auszuführen und potenziell die vollständige Kontrolle über das betroffene System zu erlangen. Berichte bestätigen, dass diese Lücke bereits aktiv ausgenutzt wurde, was die Dringlichkeit eines Updates unterstreicht.

Gefährliches Risiko: Use after free

Solche Schwachstellen, die die Speicherverwaltung betreffen, gehören zu den gefährlichsten Sicherheitslücken. Use-after-free-Fehler erlauben es Angreifern, die Kontrolle über den Speicher eines Programms zu übernehmen und so Code einzuschleusen oder existierende Prozesse zu manipulieren. Besonders kritisch ist diese Art von Sicherheitslücken in modernen Webbrowsern wie Firefox, da diese eine zentrale Rolle in der täglichen Kommunikation und beim Zugriff auf sensible Daten spielen. Browser greifen auf zahlreiche APIs und externe Inhalte zu, was die Angriffsfläche erhöht.

Administratoren und Nutzer sollten die neuen Versionen unverzüglich einspielen, da Angriffe auf der Basis dieser Sicherheitslücke in der Praxis bereits beobachtet wurden. Gerade in Unternehmensnetzwerken, in denen Firefox ESR weit verbreitet ist, gilt es, schnell zu handeln, um den Schutz der Systeme zu gewährleisten.

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