Neue Funktionen und Firewall verbessern die Network-Security

Netzwerk-Verbindungen und Freigaben unter Windows Vista konfigurieren

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Netzwerkstandort bestimmt Firewallprofil

Wie in einem früheren Beitrag beschrieben bringt Windows Vista eine Firewall mit, die gegenüber ihrem Vorgänger in Windows XP eine Reihe von Verbesserungen und Neuerungen bietet. Bei der in Windows integrierten Firewall handelt es sich um eine Personal-Firewall (auch als Desktop-Firewall bezeichnet), die Netzwerkverkehr auf dem Rechner gezielt blockieren kann. In der neuesten Version, die in Windows Vista und in Windows Server 2008 integriert ist, wird dabei nicht nur die Blockierung von eingehenden, sondern auch von ausgehendem Netzwerkverkehr unterstützt.

Wie vorstehend gezeigt, aktiviert Windows Vista bei allen gewählten Standorttypen standardmäßig die Windows Firewall. Gleichzeitig wird damit, und dies ist eine sehr interessante Funktion, das entsprechende Firewallprofil zugeordnet.

Firewallprofile sind eine wichtige Komponente, insbesondere zur Absicherung mobiler Unternehmens-Rechner. Diese erlauben es, dass Rechner abhängig vom Aufenthaltsort unterschiedliche Firewall-Konfigurationen verwenden. Entsprechend den Netzwerkstandorten sind drei Profile implementiert:

  • Domäne: Dieses Profil wird aktiviert, wenn der Standorttyp Domäne verwendet wird, d.h. wenn der Computer Mitglied einer Domäne ist und mit einem Netzwerk verbunden ist, in dem sich sein Domänenkonto befindet.
  • Privat: Dieses Profil wird verwendet, wenn ein Computer mit einem privaten Netzwerk verbunden ist, d.h. wenn als Netzwerkstandort Privat ausgewählt wurde.
  • Öffentlich: Dieses Profil wird angewendet, wenn ein Computer über das öffentliche Netzwerk mit einem Netzwerk verbunden ist, beispielsweise über einen öffentlichen WLAN-Zugang oder wenn manuell als Netzwerkstandort Öffentlich ausgewählt wurde.

Standardmäßig sind alle drei Profile identisch konfiguriert. Wird ein Rechner in unterschiedlichen Netzwerken eingesetzt, ist es jedoch zu empfehlen, auch die Firewall- und Verbindungssicherheitsregeln für jedes Firewallprofil entsprechend den Sicherheitsanforderungen an die jeweiligen Umgebungen anzupassen.

Da beispielsweise bei Einsatz in privaten Netzwerken der Schutz der Unternehmens-Netzwerk-Firewall fehlt, sollten die Einstellungen des privaten Profils restriktiver sein, als die des Domänenprofils. Die stärksten Einschränkungen sollten die Einstellungen des öffentlichen Profils aufweisen, da in diesem Fall die Gefährdungslage am größten ist.

In der Konsole „Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit“ lassen sich die Firewallprofile konfigurieren. Am einfachsten erreicht man diese Konsole durch Eingabe des Befehls „wf.msc“ im Suchfeld des Startmenüs. Hier können über die Option Windows-Firewalleigenschaften die Firewallregeln für die drei Profile festgelegt werden.

Zusätzlich ist es möglich den Profilen Verbindungssicherheitsregeln zuzuordnen. Firewallregeln steuern zwar den Datenverkehr durch die Firewall, sichern ihn aber nicht. Um den Datenverkehr mit IPSec zu sichern, müssen zusätzlich Verbindungssicherheitsregeln erstellt werden. Diese werden nicht auf Programme und Dienste angewendet, sondern auf die Kommunikation zwischen den Computern, die die beiden Endpunkte bilden.

Seite 5: Vorsicht bei der Aufhebung von Programmblockierungen

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