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Vorsicht bei der Aufhebung von Programmblockierungen
In der Standardeinstellung ist bei Auswahl des Standorttyps „Öffentlich“ die Ausführung bestimmter Programme und Dienste erst nach der manuellen Aufhebung der Blockierung möglich. Damit wird jedoch die Blockierung eines Programms durch die Windows-Firewall für jedes Netzwerk mit demselben Standorttyp wie das aktuelle Netzwerk aufgehoben. Dies kann zu ungewollten Sicherheitseinbußen führen.
Im Einzelfall (dies muss genau geprüft werden) kann es daher sicherer sein, während der Verbindung mit einem Netzwerk nicht die Blockierung des oder der Programme aufheben, sondern stattdessen als Netzwerktyp Privat zu wählen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass damit auch die Netzwerkkennung aktiviert wird und möglicherweise weniger restriktive Firewalleinstellungen gelten.
Fazit
Ein Computer unter Windows Vista klassifiziert das Netzwerk, mit dem er verbunden ist in die drei Kategorien Privat, Öffentlich und Domäne. Mit der Klassifizierung gehen eine Reihe von Einstellungen einher, die vor allem Benutzer unterstützen, die sich mit ihren mobilen Rechnern häufig mit unterschiedlichen Netzwerken verbinden. Hierbei werden die jeweiligen Sicherheitseinstellungen automatisch und ohne User-Interaktion bei einem Wechsel in ein anderes Netzwerk angewandt.
Hervorzuheben ist, dass dem gewählten Netzwerkstandort gleichzeitig das entsprechende Firewallprofil zugeordnet wird. Somit werden umgehend die angepassten Firewalleinstellungen entsprechend der Sicherheitsanforderung für das jeweilige Netzwerk angewandt.
Als wenig ausgereift präsentiert sich jedoch leider der Bereich zur Verwaltung der „Freigabe und Erkennung-Einstellungen“ im Netzwerk- und Freigabecenter. Insbesondere das Zusammenspiel der verschiedenen Freigabeoptionen und die Wirkungsweise der Netzwerkverbindung sind in keiner Weise selbsterklärend. Hier kann nur geraten werden, die Optionen in der eigenen Umgebung vor einem produktiven Einsatz ausführlich zu testen, um mögliche Probleme zu vermeiden.
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