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Die Folgen des Hacks
Im Gegensatz zu Facebook und Co. liegen einem Angreifer bei LinkedIn mehr qualitative "Opfer" zu Grunde, da diese gewerblich gesehen viel interessanter sind. Es kann durch einen Identitätsmissbrauch so z.B. ein sehr großer Schaden verursacht werden.
Schauen wir uns ein kurzes fiktives Beispiel an: Der Angreifer meldet sich mit den veröffentlichten Zugangsdaten mit dem Account eines sehr hoch positionierten Mitarbeiter eines Konzerns an und schreibt diverse Journalisten an. In diesen Nachrichten könnte er fiktive Geschichten von Korruption im Unternehmen oder ähnliches mitteilen, was bei Veröffentlichung zu einem riesen Image Schaden führen könnte.
Bei diesem Angriff ist die soziale Komponente mit unter der stärkste Faktor, denn es können die durch den Nutzer aufgebauten Vertrauensbeziehungen mit seinen Kontakten missbraucht werden.
Was kann der einzelne Nutzer nun tun?
An dieser Stelle lässt LinkedIn seine Nutzer nicht allein. Auf dem offiziellen Blog gibt es Sicherheitshinweise, die wir im Folgenden zusammenfassend aufzählen wollen:
- Ändern Sie Ihr Passwort
- Ändern Sie nie Ihr Passwort über einen Link, der Ihnen per Email zugesandt wurde.
- Ändern Sie dies bitte über die LinkidIn Webseite
- Nutzen Sie für verschiedene Webseiten möglichst unterschiedliche Passwörter
- Nutzen Sie möglichst lange Passwörter von mehr als 10 Zeichen
Update: Neue Fälle
In dem selben Forum, in dem die LinkedIn Passworthashes veröffentlicht wurden sind nun auch 2 Mio Passworthashes vom Datinganbieter eHarmony veröffentlicht worden und auch der Musikdienst Last.fm warnt aktuell in einer Twittermeldung vor Sicherheitsbedenken bezüglich der Passwörter und rät Ihren Usern zum Wechsel des Passworts.
Zudem wurde unter der URL http://leakedin.org/ eine Webseite veröffentlicht mit der es möglich ist zu überprüfen ob das eigene Passwort unter der veröffentlichten ist. Ob die Nutzung dieser Seite allerdings sicher ist, lässt sich nicht sagen, kurz darauf wurde jedoch eine Domain mit ähnlicher Schreibweise http://leakedln.org/ veröffentlicht, die eine ähnliche Optik hat jedoch auch nach dem Benutzernamen fragt und somit definitiv nicht vertrauenswürdig ist.
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