CounterACT 7.0.0 von ForeScout im Test

Policy-basierter Schutz fürs ganze Netzwerk

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Schwachstellen- und Software-Test

Die ersten beiden Regeln sorgten dafür, dass sich alle Windows-Rechner auf dem aktuellen Patch-Stand befanden und dass sie alle mit einer aktuellen Antivirus-Lösung arbeiteten. War das nicht der Fall, so galt das System als nicht compliant und somit als „rogue“. Bei Rogues können diverse Remediation-Actions greifen, die die Compliance des betroffenen Rechners wiederherstellen. So unterschied unsere Antivirus-Regel zum Beispiel zwischen drei unterschiedlichen Maßnahmen.

War kein Antivirus-Produkt vorhanden, so schickte sie den zuständigen Mitarbeitern eine E-Mail. War ein Antivirus installiert, lief aber nicht, so wurde es gestartet. Arbeitete ein Antivirus-Programm mit veralteten Signaturen, so wurde ein Update-Vorgang initiiert. Waren Windows-Systeme nicht aktuell, so starteten wir mit der dazugehörigen Regel automatisch das Windows-Update. Eine weitere Compliance-Regel sorgte schließlich dafür, dass die Administratoren informiert wurden, wenn auf einem Windows Client die Windows Firewall nicht lief.

Die letzten Regeln befassten sich mit malicious Hosts und stellten sicher, dass die zuständigen Mitarbeiter eine Mail erhielten, wenn bei bestimmten Systemen verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden. Dazu gehörten unter anderem Port-Scans, die Kommunikation mit verdächtigen Mail-Servern, Passwort-Scans, Service Scans und vieles mehr. Generell gilt, dass die Definition der Regeln mit Hilfe des Policy Managers und der Templates verhältnismäßig einfach abläuft und gut von der Hand geht.

Fazit

Im Test konnte CounterACT in Bezug auf die Funktionalität und Bedienerführung voll überzeugen. Die Lösung bringt sehr mächtige Policies mit, die sich effizient einsetzen lassen, um alle Dienste und Komponenten in Unternehmensnetzen umfassend und proaktiv abzusichern. Da sie ohne Agenten auf den zu sichernden Systemen auskommt, lässt sie sich darüber hinaus auch verhältnismäßig einfach in bestehende Netzwerke integrieren.

In unserer Testumgebung traten während der Arbeit mit CounterACT keine Probleme auf und es kam zu keinen unliebsamen Überraschungen. So richteten wir zum Beispiel einen Rogue-DHCP-Server ein, um zu prüfen, auf welche Weise CounterACT damit fertig werden würde. Dabei stellten wir fest, dass es DHCP-Clients nach dem Abschalten unseres autorisierten DHCP-Servers tatsächlich nicht mehr gelang, eine IP-Adresse zu bekommen.

CounterACT legte den DHCP-Server dadurch still, dass es in weniger als einer Sekunde sämtliche verfügbaren Leases in Anspruch nahm und damit für andere Systeme blockierte. Auch Probleme mit nicht aktualisierten Windows-Systemen und Antivirus-Lösungen bekam CounterACT schnell in den Griff. Überzeugen konnten auch die Plugins zur nahtlosen Integration von Drittanbieterlösungen. Sie versetzen Administratoren in die Lage, eine zentrale Stelle für das Sicherheitsmanagement ihrer Umgebungen zu schaffen.

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