Das Vertrauen der Verbraucher in Banken und Online-Händler lässt zu wünschen übrig. Würden sich jedoch mehr Unternehmen zusammentun und Schwarmintelligenz nutzen, um Online-Betrüger zu erkennen, sähe das anders aus. LexisNexis zeigt die Erfolge von kollaborativer Intelligenz.
Kombinieren Unternehmen und Organisationen ihr Wissen über Cyberbedrohungen, können sie diesen effektiver begegnen.
Mithilfe der Digital-Identity-Network-Plattform hat LexisNexis cyberkriminelle Aktivitäten untersucht. Im Vergleich zum Vorjahres-Report haben Betrugsangriffe weltweit um 19 Prozent zugenommen. Dabei könnten Banken und Online-Händler LexisNexis zufolge kriminelle Aktivitäten eher erkennen, wenn sie geteilte Informationen über digitale Betrugsmaschen in ihre Risikobewertungen miteinbeziehen würden. Zudem könnten sie so das digitale Vertrauen ihrer Kunden erhöhen und Betrug bereits im Vorfeld verhindern.
Über die International Fraud Awareness Week
Die International Fraud Awareness Week ist eine globale Initiative, die das Bewusstsein für Betrugsprävention und -bekämpfung schärfen soll. Sie wird jedes Jahr im November von der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) organisiert. Diese hat sich auf Betrugsaufklärung und -prävention spezialisiert.
Im Rahmen der International Fraud Awareness Week wird Wissen über die unterschiedlichen Arten von Betrug, darunter Finanzbetrug, Cyberkriminalität und Identitätsdiebstahl vermittelt. Auch die Sensibilisierung für die finanziellen und gesellschaftlichen Folgen von Betrug steht im Fokus.
Was ist Collaborative Digital Identity Intelligence?
LexisNexis berichtet von verschiedenen Fällen, in denen die Zuhilfenahme von Informationen aus Kooperationsnetzwerken geholfen hat die Cybersicherheit zu verbessern. So habe ein E-Commerce-Marktplatz die Zahl der fehlerhaften Identitätsüberprüfungen mit kollaborativer E-Mail-Intelligenz um 27 Prozent senken können. Um dies zu erreichen sei das geteilte Know-how genutzt worden, um die Analyse und Klassifizierung verdächtiger Ereignisse zu verbessern. Ein weiteres Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche habe die erfolgreiche Kundenauthentifizierung um 94 Prozent erhöhen können, indem es Collaborative Digital Identity Intelligence nutzte.
Insgesamt sei zu beobachten, dass tiefgreifende kollaborative Netzwerkdaten, die digitale Identitätsinformationen über mehrere Organisationen hinweg korrelieren, die Betrugserkennungsrate um durchschnittlich 26 Prozent erhöhen. Verglichen hat LexisNexis hier mit Fällen, die einen isolierten Ansatz für die Erkennung nutzen.
Was ist Collaborative Digital Identity Intelligence?
Collaborative Digital Identity Intelligence ist ein Ansatz, bei dem Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten und gemeinsam Daten und Informationen über digitale Identitäten austauschen, um Betrug zu verhindern, Risiken zu mindern und mehr digitales Vertrauen zu schaffen.
Um diese Ziele zu erreichen, nutzen die Beteiligten Künstliche Intelligenz und Machine Learning, um große Datenmengen zu analysieren und Muster zu erkennen, die auf betrügerisches Verhalten hindeuten. Diese Daten werden in gemeinsamen Datenpools gesammelt. Darüber teilen Organisationen Informationen über verdächtige Aktivitäten, Angriffsmuster, bekannte Betrugsfälle und digitale Signale wie IP-Adressen, Geräteinformationen, E-Mail-Adressen und Transaktionsmuster. Auf Basis dieser Informationen erweitern und verbessern die Beteiligten die Analyse und Bewertung von Risiken und letztendlich die Gefahrenerkennung.
Verbraucher haben wenig Vertrauen
Aktuell leidet jedoch das Verbrauchervertrauen in Online-Anbieter mit zunehmenden Betrugsfällen. Dem Analystenteam zufolge wird das Misstrauen dadurch verstärkt, dass weniger als zehn Prozent der von Behörden identifizierten Money Mules, also den Geldkurieren, die an der Transaktion von erbeutetem Geld beteiligt sind, verhaftet werden. Und weniger als ein Prozent der verhafteten Personen werden strafrechtlich verfolgt. Besonders die Verbreitung von KI-basierten Technologien zur Automatisierung von Phishing und Deepfakes mache Betrugsversuche effizienter und überzeugender.
Dennoch haben laut LexisNexis nur sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) technische Lösungen zur Betrugsprävention über sämtliche Transaktionskanäle hinweg implementiert. Zudem sei nur jedes Vierte Unternehmen (27 Prozent) in den Regionen EMEA und APAC Mitglied von Konsortien oder Initiativen zum Datenaustausch. Und dies obwohl die Mehrheit der Unternehmen in der Befragung angab, dass die Integration von digitalen Erfahrungen und Betrugspräventionsmaßnahmen (72 Prozent) sowie die Minimierung der Kundenunzufriedenheit beim Bezahlvorgang (68 Prozent) eine „entscheidende oder hohe“ Priorität haben.
„Der Wunsch der Verbraucher nach einem schnelleren und unverzüglichen Service treibt die Nachfrage nach Veränderungen voran, einschließlich der Erstellung alternativer Zahlungslösungen. Als Reaktion darauf ermöglichen Regulierungsbehörden und Zentralbanken Systeme wie Instant Payments, die Transaktionen erleichtern“, sagt Stephen Topliss, Vice President Fraud and Identity bei LexisNexis Risk Solutions. „Doch jeder Versuch, Transaktionen für den Verbraucher zu vereinfachen, macht es auch für Betrüger leichter. Die Erwartung der Gesellschaft nach Bequemlichkeit stellt die Finanzinstitute vor die schwierige Herausforderung, technologische Innovation und Bequemlichkeit zu bieten und gleichzeitig Vertrauen und Systemintegrität aufrechtzuerhalten.“
Das schlimmste Szenario bestünde darin, dass Verbraucher aufgrund eines fehlenden Vertrauens in den Prozess aufhörten, online einzukaufen. Die Bekämpfung dieses globalen Problems erfordere einen vielschichtigen Ansatz, da es keine universelle Lösung zur Betrugsbekämpfung gebe.
Stand: 08.12.2025
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