Suchen

Privatschule setzt auf Webfilter von Norman Data Defense

Sicher surfen in der Schule

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Keine Änderungen am Netzwerk

Schreiber nutzte Ende 2012 die Möglichkeit, SecureSurf 30 Tage lang zu testen. Da der Webfilter als Dienst bereitgestellt wird, musste am Netzwerk nichts geändert werden. Er vergleicht die Internetadressen, die die Schüler aufrufen, mit einer schwarzen Liste von Seiten, die mit Malware und illegalem und anstößigem Content in Erscheinung getreten sind.

Zum Schutz vor neu auftretenden unerwünschten Seiten wird das Verzeichnis aus unterschiedlichen Quellen fortlaufend aktualisiert. Zusätzlich kann der Administrator spezifische Zugangsregeln erstellen, beispielsweise dem Alter der Schüler entsprechend, oder Whitelists mit vertrauenswürdigen Seiten anlegen. Unangemessene Inhalte in Suchmaschinen-Ergebnissen werden ebenfalls ausgefiltert.

Bildergalerie

Damit keine Verzögerungen beim Aufrufen der Seiten entstehen, nutzt SecureSurf spezielle Erkennungstechnologien und voreingestellte Regeln in der DNS-Lookup-Engine, die die IP-Adresse zum Namen der Webseite ermittelt. Die Entscheidung, ob eine angesprochene Webseite besucht werden kann, erfolgt daher unmittelbar in Echtzeit.

ANGELL entschied sich für Norman SecureSurf und erwarb 250 Lizenzen mit einer Laufzeit von einem Jahr. Als Schreiber im März 2013 den Webfilter in Betrieb nahm, musste er lediglich kleine Änderungen an zwei DNS-Server-Adressen vornehmen. Die entsprechenden Angaben hatte er per E-Mail von Norman erhalten.

Des einen Leid, des anderen Freud

Über den Browser erhielt Schreiber einen Zugriff auf das SecureSurf-Webportal, über das er Statistiken und Auswertungen aufrufen kann. Die Filterregeln lassen sich mit wenigen Klicks einstellen. In einer Auswahl-Box lassen sich unerwünschte thematische Kategorien wie Pornographie, Gewalt oder Drogen anhaken. Als wichtigstes Anliegen hat Schreiber im ersten Schritt entsprechende Sperrungen vorgenommen.

Auf dieselbe Weise ist es möglich, länderspezifische Filter zu setzen. „Einige Länder fallen mit extrem vielen Malware-verseuchten Webseiten auf. Deren Top Level Domains habe ich sicherheitshalber auch gesperrt“, sagt Schreiber. „Die Seiten, die Teilnehmer unserer Touristik-Studiengänge für ihre Projekte brauchen, beispielsweise von Ressorts, Flughäfen, Urlaubsregionen in der ganzen Welt, gebe ich dann über das Eingabefeld zum Sperren und Entsperren einzelner Domains frei.“

Schreiber könnte auch Gruppenrichtlinien für ganze IP-Adressräume festlegen und darüber jeden Computerraum individuell steuern, macht jedoch noch keinen Gebrauch davon. Die Auswertungen geben ihm einen Überblick beispielsweise über die gesperrten und zugelassenen Kategorien und Seiten; er kann das Traffic-Aufkommen verfolgen und sieht, auf wie viele und welche Seiten SecureSurf den Zugriff aufgrund von Malware blockiert hat.

Den Zugang zu sozialen Netzwerken unterbindet Schreiber ebenfalls, jedoch nur während der Unterrichtszeiten. Dementsprechend kann das Lehrpersonal die Möglichkeiten des Internet aufgabenbezogen in Unterricht und Projekte einbinden, ohne dass die Schüler abgelenkt wären.

Da der Netzwerkverkehr am Ausgang von SecureSurf aufgenommen und gefiltert wird, lassen sich die Einschränkungen nicht umgehen. „Unter den Schülern hat sich Norman wahrscheinlich einige Feinde gemacht“, lacht Schreiber. Trotzdem hätten sie verstanden, dass die Einhaltung von Regeln erzwungen werden muss, wenn Selbstverpflichtung nicht fruchtet, und sich mit den Einschränkungen arrangiert.

Über den Autor

Oliver Kunzmann ist Manager Technical Consulting & Support bei der Norman Data Defense Systems GmbH.

(ID:42302479)