Web-basierte Anwendungen sind für den Erfolg von Unternehmen so wichtig wie noch nie. Die immer dynamischere Entwicklung und Bereitstellung von Apps vergrößert jedoch die Angriffsfläche. So ist ein neuartiger Sicherheitsansatz nötig. Dieser basiert auf einem verteilten Cloud-basierten Service zum Schutz von Web-Applikationen und Schnittstellen – on-Premises, in Clouds und am Edge.
Unternehmen können mit Distributed Cloud Services für WAAP einen Wettbewerbsvorteil erzielen, indem sie innovative Anwendungen auf sichere Weise bereitstellen.
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Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen wird immer intensiver. Heute müssen Kundenangebote digital, jederzeit verfügbar, hochperformant und dynamisch an die individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Eine moderne Microservices-basierte App-Architektur, agile Entwicklungsmethoden und Automatisierung ermöglichen dies.
Aufgrund der steigenden Dynamik und Komplexität entstehen jedoch immer neue Sicherheitslücken. Zum Beispiel werden aufgrund des Innovationsdrucks zunehmend Drittanbieterlösungen über APIs integriert. Weltweit beträgt die Anzahl der Schnittstellen laut der F5-Studie „Continuous API Sprawl: Challenges and Opportunities in an API-Driven Economy“ (pdf) bereits rund 200 Millionen. Dies kann zu unbekannten Risiken führen, die Cyberkriminelle durch intelligente und automatisierte Angriffstechniken ausnutzen.
Zusätzlich wird es für Sicherheitsteams immer schwieriger, mit den schnellen Funktions- und Code-Releases bei Anwendungen Schritt zu halten. Strengere Security-Kontrollen helfen nur bedingt. Denn sie können echte Kunden abschrecken, wenn sich diese vor einem Kauf erst umständlich authentifizieren müssen. Außerdem überfluten sie IT-Teams mit Warnmeldungen, die sich als Fehlalarme herausstellen.
Neue Security-Architektur nötig
Daher benötigen Unternehmen heute eine neue Sicherheitsarchitektur, die Anwendungen und APIs zuverlässig schützt und gleichzeitig das aktuelle Entwicklungstempo unterstützt. Dabei müssen Medienbrüche, manuelle Prozesse und zeitaufwändige Analysen von False Positives minimiert sowie die User Experience optimiert werden.
Da viele Anwendungen heute Web-basiert sind und in der Cloud sowie zum Teil zusätzlich hybrid in on-Premises-Rechenzentren oder am Edge laufen, bieten sich hierfür Software-as-a-Service-Lösungen an. Sie können die Anwendung unabhängig von der Umgebung schützen und bieten dafür im Idealfall eine zentrale, einheitliche Oberfläche.
Dieser Ansatz fördert auch die Zusammenarbeit von Entwicklungs-, Sicherheits- und Anwendungsteams, da sie das gleiche Dashboard verwenden. Zudem lassen sich darüber sowohl herkömmliche monolithische als auch moderne Microservices-basierte Anwendungen verwalten.
Höhere Kundenzufriedenheit
Mit diesem umfassenden Sicherheitsansatz können Unternehmen nicht nur ihre Anwendungen besser schützen, sondern auch die Kundenzufriedenheit erhöhen. Denn die Customer Services stehen immer reaktionsschnell zur Verfügung. Das dadurch erhöhte Vertrauen stärkt die Markentreue.
Zusätzlich kann sich das Unternehmen vermehrt auf die Gewinnung und Bindung von Kunden konzentrieren. Denn die Integration von Sicherheitsmaßnahmen in die Entwicklungsprozesse von Anwendungen, deren einheitliches Management in verschiedenen Umgebungen sowie kontinuierliche Anpassungen sparen viel Zeit und Aufwand. So wirkt eine moderne Security-Struktur als echter Wettbewerbsvorteil.
Die wichtigsten Anforderungen
Bei der Auswahl eines geeigneten Cloud-basierten Service zum Schutz von Web-Anwendungen und APIs sollten Unternehmen auf einige Punkte achten. Eine wichtige Anforderung ist die effektive und einfache Bedienung. Damit lassen sich die Schutzmechanismen konsistent über verschiedene Umgebungen und Architekturen hinweg bereitstellen, in CI/CD-Pipelines integrieren und mit kontinuierlichen Daten zur Bedrohungslandschaft aktualisieren.
Eine dynamische Erkennung von APIs und anomalen Verhaltensweisen schützt vor neuartigen und bislang unsichtbaren Gefahren. Die Sicherheitslösung muss anpassungsfähig sein, um schnell auf weiterentwickelte Anwendungen und unbekannte Angriffstechniken zu reagieren. Dies verringert kontinuierlich das Risiko von Kompromittierung und Missbrauch.
Präzise und kontinuierliche Telemetrie mit hochqualifizierter KI macht strenge Sicherheitsanforderungen überflüssig, die das Kundenerlebnis beeinträchtigen. Außerdem minimieren eine automatische Unterdrückung von Fehlalarmen und die Korrelation von Erkenntnissen über alle Bedrohungsvektoren hinweg den operativen Aufwand. So kann sich das SecOps-Team auf echte Risiken und die Reaktion auf Vorfälle konzentrieren.
Stand: 08.12.2025
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Mögliche Funktionen
Ein Cloud-Service für Web Application and API Protection (WAAP) kann mit Hilfe zahlreicher Funktionen diese Anforderungen erfüllen. Zum Beispiel bietet er Echtzeit-Abwehr, retrospektive Analysen und adaptive Sicherheit durch:
Threat Intelligence und Anomalie-Erkennung zum Schutz aller Anwendungen und APIs vor Exploits, Bots und Missbrauch. Dies verhindert Kompromittierungen, Kontoübernahmen und Betrug in Echtzeit.
Korrelierte Erkenntnisse über mehrere Vektoren sowie ML-basierte Auswertung von Sicherheitsereignissen, Anmeldefehlern, Richtlinienauslösern und Verhaltensanalysen. Das ermöglicht kontinuierliches selbstständiges Lernen und retrospektive Analysen.
Autonome Sicherheitsmaßnahmen. Diese reagieren auf neue Angriffstools, täuschen und überführen Cyberkriminelle, ohne durch komplexe Abwehrmethoden das Kundenerlebnis zu beeinträchtigen.
Die WAAP-Lösung sollte auch eine Self-Service-Bereitstellung mit geringer betrieblicher Komplexität bieten – durch einfache Installation, automatischem Schutz und interaktive Berichte. Selbstlernende Sicherheit integriert sich in das Event Management und CI/CD-Systeme. Dynamische Erkennung und Richtlinien ermöglichen die automatische Abwehr von Gefahren und vermeiden Fehlalarme. Security-Dashboards mit kontextbezogenem Drill-Down optimieren Korrelationen für die Reaktion auf Vorfälle und Forensik.
Verteilte Cloud-Services bieten zudem eine universelle Transparenz und konsistente Durchsetzung von Richtlinien über alle Clouds und Architekturen hinweg. Messpunkte für Rechenzentren, Clouds, Container und CDNs ermöglichen einen umfassenden Überblick über das gesamte Anwendungsportfolio. Deklarative Richtlinien abstrahieren die zugrunde liegende Infrastruktur, um Fehlkonfigurationen zu vermeiden. So wird je nach Bedarf ein konsistenter Schutz von der Anwendung bis zum Endgerät gewährleistet.
Viele Vorteile
Mit Distributed Cloud Services für WAAP können Unternehmen eine effektive Balance zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit finden. Dadurch stellen sie sichere digitale Angebote bereit und erzielen Wettbewerbsvorteile, während sie gleichzeitig Kosten und Komplexität reduzieren.
Eine einheitliche Plattform schützt die Anwendungen und APIs über verschiedene Umgebungen und Architekturen hinweg. Sie reagiert dabei kontinuierlich auf sich verändernde Anwendungen und Angriffstechniken. Die IT-Sicherheitsteams müssen deutlich weniger benutzerdefinierte Authentifizierungsregeln oder Fehlalarme verwalten. Durch diese Entlastung können sie sich stärker auf digitale Innovationen konzentrieren, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.
Das Unternehmen profitiert zudem von umfassender Transparenz, konsistenter Durchsetzung von Richtlinien, automatisiertem Schutz, anpassungsfähiger Sicherheit und umfassender Systemintegration über das gesamte Anwendungsportfolio hinweg. So sind Anwendungen und APIs geschützt, während gleichzeitig die User Experience und geschäftliche Flexibilität verbessert wird.
Fazit
Unternehmen können mit Distributed Cloud Services für WAAP einen Wettbewerbsvorteil erzielen, indem sie innovative Anwendungen auf sichere Weise bereitstellen. So wird IT-Security von einer Kostenstelle zu einem geschäftlichen Differenzierungsmerkmal.
Über den Autor: Frank Thias ist seit 2006 als Principal Systems Engineer bei F5 in Deutschland tätig. Der Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche. Schon zu Beginn seiner Karriere spezialisierte sich Frank Thias im Bereich Netzwerk Sicherheit. Durch den Wechsel zu F5 erweiterte er seine Kenntnisse im Bereich Anwendungssicherheit, Cloud Security, Federation und Single Sign-On.