Internet der Dinge

Sicherheit auf Hardware-Ebene ist notwendig

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Das IoT – ein unkontrollierbares Monstrum?

Unternehmen wie Anwender sollten sich daher auf die Anforderungen des IoT vorbereiten – auch und gerade in puncto Sicherheit. Um das Internet der Dinge zum Leben zu erwecken, müssen Prozessoren und Sensoren in jedes Gerät integriert werden. Das dramatische Wachstum dieser Zugangspunkte erschwert eine rein Software-basierte Sicherheitsstrategie der Netzwerkumgebung.

Ein einfaches Szenario könnte das folgende sein: Ein System, das ein intelligentes Haus (Smart Home) kontrolliert und überwacht, erkennt über einen Sensor, wann der Bewohner morgens aufwacht und bereitet das bevorzugte Frühstück vor. Es passt die Umgebungstemperatur automatisch sowohl der Körper- als auch der Außentemperatur an. Das System informiert über den Tagesplan, indem es sich mit dem Smartphone verbindet, und schaltet den bevorzugten Radio- oder TV-Sender an.

Mit den Daten, die über das Heimsystem übertragen werden, besitzt ein Hacker bereits eine Vielzahl von Informationen über den Anwender. Dazu gehören in diesem Fall beispielsweise persönliche Präferenzen (vom Frühstück über den TV-Sender), der gesundheitliche Zustand sowie die Termine. Zu den Informationen könnten ebenso Finanzinformationen wie Überweisungen oder abgerufener Kontostand oder vertrauliche Geschäftsdetails gehören.

Da nach einem gewissen Zeitraum Security-Patches nicht nur für Legacy-Systeme, sondern auch für ältere Versionen von Standard-Software eingestellt werden, wird die Sicherheitslage dieser Applikationen prekärer – sie sind deutlich anfälliger für Cyber-Kriminelle und deren Angriffe. Dies ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs, wenn künftige Sicherheitsherausforderungen mit einkalkuliert werden.

Wie Hardware-basierte Sicherheit aussehen kann

Die Anzahl der vernetzen Geräte mit Sensoren und Prozessoren wird in den nächsten Jahren signifikant ansteigen, Gartner prognostiziert 25 Milliarden bis Ende 2020. Hardware-Entwickler und Ingenieure sollten daher Security einen höheren Stellenwert als heutzutage einräumen. Eine End-to-End-Security-Lösung, die Hardware ebenso wie Software einbezieht, wird eine Notwendigkeit, um das Internet der Dinge abzusichern.

Technologieanbieter jedweder Spezialisierung müssen verstehen, wie wichtig Security in der Ära des Internets der Dinge ist. Sie sind auch dafür verantwortlich, diese Herausforderungen zu adressieren. Es gibt zwei unterschiedliche Sichtweisen bei der Hardware-basierten Sicherheit.

Auf der einen Seite ist die Legacy- oder geschlossene Architektur, auf der anderen eine auf Industriestandards basierende. Letztere ist die zukunftsfähiger, da sie Unternehmen ermöglicht, von neuen Applikationen zu profitieren. Darüber hinaus sind sie Teil eines größeren Ökosystems, das Sicherheitslösungen gemeinsam weiterentwickelt.

Anwenderszenarien und Schwerpunkte helfen dabei, die Lösungsentwicklung mit den Anforderungen von Unternehmen und Usern in Einklang zu bringen. Die einzelnen Komponenten dieser Lösungen wurden so entwickelt, dass sie nahtlos zusammenarbeiten. Gleichzeitig sind Anbieter in der Lage, Plattformen für Unternehmen und Konsumenten voneinander zu unterscheiden – denn beide Zielgruppen haben unterschiedliche Anforderungen.

Sicherheit ist und wird auch künftig eine der wichtigsten Überlegungen bzw. Herausforderungen der IT-Industrie sein. Sie wird aber nicht mehr primär auf den Schultern der Software-Entwickler lasten. Die Vision einer Hardware-basierten Security-Strategie, die auf einem Industriestandard aufgebaut wurde, ermöglicht zusätzliche Sicherheitsoptionen für Kunden und Technologiepartner, die unsere digitale Lebensweise weniger anfällig macht.

* Jörg Roskowetz arbeitet als Senior Manager Business Development im EMEA Channel der Computing and Graphics Business Group von AMD.

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