Out-of-Bounds-Write-Fehler Sicherheitslücke in Open-Source-Bibliothek FreeType

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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In der beliebten Schriftartenbibliothek FreeType findet sich eine Schwachstelle, die auf einem Speicherfehler beruht. Laden Cyberkriminelle manipulierte Schriftdateien, können Sie Schadcode ausführen.

Durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke in der Softwarebibliothek FreeType können Angreifer Remotecode ausführen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke in der Softwarebibliothek FreeType können Angreifer Remotecode ausführen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Meta warnt davor, dass eine Sicherheitslücke in der Open-Source-Schriftartenbibliothek FreeType möglicherweise ausgenutzt wurde. Konkret nennt Meta die Schwachstelle CVE-2025-27363, die einen CVSS von 8.1 hat. Sie basiert auf einem Out-of-Bounds-Write-Fehler, der auftritt, wenn ein Programm versucht, Daten außerhalb der zugewiesenen Speichergrenzen abzulegen. Von diesem Risiko betroffen sind Versionen von FreeType bis 2.13.0, neue Versionen sind nicht anfällig.

Vulnerable Schriftdateien

FreeType dient der Darstellung von Schriftarten. Die Bibliothek wird in vielen Betriebssystemen, Anwendungen und Geräten verwendet. Wie Meta berichtet, wird im Code, der für das Parsen der Strukturen der Schriftdatei TrueType GX und variablen Schriftdateien zuständig ist, ein Zahlenwert falsch behandelt. Aufgrund einer falschen Zuweisung wird ein zu kleiner Speicherbereich reserviert. Cyberkriminelle können manipulierte Schriftdateien erstellen, die diesen Fehler auslösen und dann remote Schadcode auf dem betroffenen System ausführen. Im schlimmsten Fall sind die Akteure dann in der Lage, Kontrolle über das System zu erlangen und sensible Daten zu stehlen.

The Hacker News berichtet, dass einige Linux-Distributoren noch eine veraltete Version von FreeType nutzen würden und dadurch anfällig für die Schwachstelle sind. Diese seien:

  • AlmaLinux
  • Alpine Linux
  • Amazon Linux 2
  • Debian stable / Devuan
  • RHEL / CentOS Stream / Alma Linux / etc. 8 und 9
  • GNU Guix
  • Mageia
  • OpenMandriva
  • openSUSE Leap
  • Slackware und
  • Ubuntu 22.04

Da CVE-2025-27363 laut Meta bereits ausgenutzt wird, sollten Nutzer ihre Instanzen zeitnah auf die neueste FreeType-Version 2.13.3 aktualisieren.

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