Datenverkehr im Dashboard Sniffnet schafft Überblick im Netzwerk

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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„Sniffnet“ analysiert den Traffic auf IP- und Protokollebene in Echtzeit, filtert Verbindungen systemweit, erkennt Dienste, schlüsselt Kommunikationsmuster auf und bleibt dabei leichtgewichtig, quelloffen und datenschutzkonform. Das Tool funktioniert unter Windows, MacOS und Linux.

"Sniffnet" macht Netzwerkverkehr sichtbar. (Bild:  Sniffnet / Made with Guiliano Bellini)
"Sniffnet" macht Netzwerkverkehr sichtbar.
(Bild: Sniffnet / Made with Guiliano Bellini)

Sniffnet bindet sich direkt an einen wählbaren Netzwerkadapter des Systems. Der aktive Datenfluss wird auf Layer 3 und 4 in Echtzeit analysiert, visuell dargestellt und optional gefiltert.

TCP, UDP, ICMP und andere Protokolle lassen sich gezielt ein- oder ausblenden, Sessions anhand ihrer Quell- und Zieladressen untersuchen. Dabei stehen nicht nur rohe Paketdaten im Vordergrund, sondern strukturierte Statistiken: Datentransfervolumen, Kommunikationsdauer, Ports, Antwortzeiten, Verteilung über Tagesverlauf. Ein Live-Chart zeigt die Verkehrsdichte im Sekundentakt, das Interface bleibt auch minimiert aktiv.

Schneller Überblick zum Netzwerk

Für jede Verbindung lassen sich Domain, ASN und geografische Lage des Gegenübers auflösen. Die Anwendung nutzt hierfür IP-Zuordnungen auf Basis der „Maxmind“-Datenbanken. Interne Netzwerkverbindungen werden separat erkannt. Favorisierte Hosts können gespeichert und bei Bedarf gezielt überwacht werden.

Sniffnet klassifiziert mehr als 6.000 Dienste und Anwendungen, inklusive Malware-Signaturen und zwar über die Protokolldetektion hinaus. Deep Packet Inspection erfolgt mit Performance-orientierten Parser, ohne Payload-Einsicht. Verbindungen lassen sich durchsuchen und einzeln inspizieren. Netzwerkereignisse, etwa Traffic-Peaks, neue Sessions oder das Auftreten definierter Protokolle, können regelbasiert mit Benachrichtigungen verknüpft werden.

Visuelle Kontrolle und Interaktionskomfort

Wer will, gestaltet das GUI mit eigenen Themes. Statistische Exportdaten lassen sich als PCAP-Dateien ausgeben oder später wieder einlesen, etwa für forensische Analysen oder externe Tools. Sniffnet verzichtet vollständig auf Telemetrie oder Cloudbindung. Die Anwendung läuft lokal, speichert keine sensiblen Informationen und arbeitet unabhängig vom Betriebssystem mit identischer Funktionalität. Die MIT-Lizenz erlaubt zudem eine flexible Einbindung in bestehende IT-Infrastrukturen.

Das begleitende Wiki bietet präzise Anleitungen, technische Detailbeschreibungen, typische Anwendungsbeispiele und Troubleshooting-Hinweise. Der Funktionsumfang lässt sich dort schrittweise erschließen, vom Einstieg bis zur Nutzung komplexer Filterlogiken und Analysepfade.

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