SolarWinds baut Observability und IT-Management aus SolarWinds stärkt operative Resilienz mit KI und Systemansatz

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit neuen Funktionen für Observability, Incident Response und Service Management will SolarWinds Unternehmen helfen, ihre IT widerstandsfähiger zu machen. Ein systemischer Ansatz und KI-gestützte Automatisierung stehen im Mittelpunkt der aktuellen Portfolio-Erweiterung.

SolarWinds präsentiert seine Next-Generation-Lösungen für Herausforderungen mit betrieblicher Resilienz in der modernen IT.(Bild:  SolarWinds)
SolarWinds präsentiert seine Next-Generation-Lösungen für Herausforderungen mit betrieblicher Resilienz in der modernen IT.
(Bild: SolarWinds)

In einer Zeit, in der Geschäftsmodelle zunehmend auf digitale Infrastrukturen angewiesen sind, ist operative Resilienz längst kein Nice-to-have mehr – sie ist existenziell. Unternehmen, die Ausfälle nicht sofort erkennen und beheben können, riskieren nicht nur Umsatzverluste, sondern auch nachhaltige Imageschäden.

Doch die Realität vieler IT-Abteilungen zeigt ein anderes Bild: Komplexe Hybrid-Architekturen, fragmentierte Monitoring-Ansätze und manuelle Workflows erschweren es, Probleme frühzeitig zu erkennen und konsequent zu beheben. Statt proaktiver Steuerung dominiert oft noch das Prinzip Feuerwehr – handeln, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.

SolarWinds sieht die Ursache in einem überholten Reaktionsmuster: Statt ganzheitlich zu denken, würden IT-Teams Probleme isoliert angehen. Mit diesem Befund präsentiert der Anbieter jetzt umfassende Neuerungen, die auf einen systemischen Ansatz für IT-Management abzielen.

Systemansatz und KI sollen Betriebsresilienz neu definieren

Im Zentrum der Erweiterungen stehe die Integration von Observability, Incident Response und Service Management in eine einheitliche, KI-gestützte Plattform. Neu ins Portfolio aufgenommen wurde Squadcast Incident Response, das Alarmflut eindämmen, Vorfälle schneller korrelieren und Lösungsprozesse durch standardisierte Runbooks strukturieren soll. Integrationen mit Microsoft Teams und Slack ermöglichten dabei Incident Swarming in Echtzeit.

Die bestehende SolarWinds Observability wurde laut Anbieter ausgebaut, um hybride Infrastrukturen noch umfassender abzudecken. Neu seien KI-gestützte Log Insights, die Anomalien und Trends in Massendaten erkennen, sowie der Root Cause Assist, der Ursachenanalysen automatisiert. Ergänzend bringe die Tech Preview von Database Observability einen AI Query Assist, der ineffiziente Datenbankabfragen optimieren hilft.

Im Bereich Service Desk führe automatisierte Runbook-Generierung und Datenmaskierung zu mehr Effizienz und Compliance-Sicherheit bei der Bearbeitung sensibler Daten.

Proaktives IT-Management statt Feuerwehraktionen

SolarWinds propagiert einen klaren Paradigmenwechsel: Weg vom reaktiven Incident-Management hin zu einem proaktiven, lernenden System. Das Unternehmen empfiehlt ein dreistufiges Modell: „Detect and Optimize“, „Isolate and Resolve“, „Centralize and Control“. Ein konkretes Beispiel liefert das Whitepaper „Operational Resilience“ von SolarWinds: Ein Finanzdienstleister könne durch KI-gestützte Incident-Workflows Anwendungsstörungen binnen Minuten statt Stunden beheben.

Mit diesem Ansatz will SolarWinds nicht nur Downtime reduzieren, sondern IT-Teams strategisch entlasten. Laut dem ITSM Report 2024 von SolarWinds verkürze Automatisierung die durchschnittliche Incident-Resolution-Zeit von 21 auf unter eine Stunde – ein Potenzial, das angesichts steigender SLAs und Budgetrestriktionen hochrelevant bleibt.

Solider Schritt, echte Bewährungsprobe folgt

Der systemische Ansatz von SolarWinds adressiert zentrale Schwächen klassischer IT-Operationen: Silo-Auflösung, präzisere Analysen, beschleunigte Reaktionen. Die KI-gestützte Plattformstrategie ist in der Theorie schlüssig und marktgerecht.

Ob die Lösung in der Praxis bestehen kann, hängt jedoch wesentlich von der operativen Usability und Integrationsfähigkeit ab. Gerade heterogene Hybrid-Umgebungen sind notorisch schwer zu standardisieren. Zudem wird der Erfolg maßgeblich davon abhängen, wie gut SolarWinds die Balance zwischen Automatisierungskomfort und Kontrolle für menschliche Operatoren trifft.

Klar ist: Die Richtung stimmt, die Resilienzfrage bleibt aber eine Dauerherausforderung.

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