Radware Global Threat Analysis Report DDos-Attacken steigen 2024 massiv an

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Das Sicherheitsunternehmen Radware hat in seinem Global Threat Analysis Reportn aufgezeigt, wie Cyberattacken im ersten Halbjahr weiter zugenommen haben. Auch DDos-Attacken nehmen weiter zu.

In der EMEA-Region ist die Bedrohungslage durch DDoS-Attacken im Jahr 2024 weiterhin angespannt. Geopolitische Ereignisse und Großveranstaltungen haben hier zu einer Zunahme der Angriffsaktivitäten geführt. (Bild:  Bartek - stock.adobe.com)
In der EMEA-Region ist die Bedrohungslage durch DDoS-Attacken im Jahr 2024 weiterhin angespannt. Geopolitische Ereignisse und Großveranstaltungen haben hier zu einer Zunahme der Angriffsaktivitäten geführt.
(Bild: Bartek - stock.adobe.com)

Der Radware Global Threat Analysis Report zeigt die weiter steigende Anzahl an Cyberattacken. Im Vergleich zu 2023 sind die DDos-Attacken um mehr als 265 Prozent gestiegen.

DDos-Angriffe und andere Attacken nehmen zu

Besonders die EMEA-Region war stark betroffen, was auf geopolitische Spannungen und bedeutende Ereignisse wie die EU-Parlamentswahlen und die Euro 2024 in Deutschland zurückzuführen ist. Im Bereich der Web-DDoS-Aktivitäten ist im ersten Halbjahr 2024 eine dramatische Steigerung zu verzeichnen. Die Anzahl der Angriffe stieg im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 um 265 Prozent. Besonders auffällig war die Häufung in der EMEA-Region, die 90,9 Prozent aller Angriffe abwehrte. Die Gründe hierfür lagen unter anderem in den EU-Parlamentswahlen und der Euro 2024 in Deutschland, die eine besondere Anziehungskraft auf Angreifer ausübten. Ein besonders bemerkenswerter Angriff erreichte eine Spitzenlast von 14,7 Millionen Anfragen pro Sekunde und dauerte insgesamt sechs Tage an.

Auch auf der Netzwerkebene gab es eine Zunahme der Angriffe. Die Anzahl der Angriffe pro Organisation stieg im ersten Halbjahr 2024 um 16 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 und um 12 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023. Während die EMEA-Region 23 Prozent der globalen Netzwerkangriffe verzeichnete, musste sie 56 Prozent des globalen Datenvolumens abwehren. Dies zeigt die Intensität der Angriffe in dieser Region. Besonders auffällig war, dass die Anzahl der Angriffe in der EMEA-Region zwar um 30 Prozent im Vergleich zu 2023 zurückging, das abgewehrte Datenvolumen jedoch um 122 Prozent anstieg.

Im Bereich der DNS-DDoS-Aktivitäten gab es eine Verfünffachung der Angriffe zwischen dem ersten Halbjahr 2023 und dem ersten Halbjahr 2024. Besonders im Finanzsektor wurden große Angriffe mit Spitzenwerten von bis zu 811.000 Anfragen pro Sekunde beobachtet. Dies zeigt die gezielte Ausrichtung der Angreifer auf kritische Infrastrukturen.

Die Hacktivisten-Aktivitäten blieben dynamisch, wobei besonders pro-russische Gruppen wie NoName057(16) im Vordergrund standen. Diese Gruppen konzentrierten ihre Angriffe vor allem auf die Ukraine, aber auch auf andere Länder wie die USA, Israel und Indien. Die meisten Angriffe wurden über Plattformen wie Telegram koordiniert, wo auch DDoS-as-a-Service-Angebote an Sichtbarkeit gewannen.

Zusammenfassend zeigt der Bericht, dass die Bedrohungslage im Jahr 2024 weiterhin angespannt ist, insbesondere in der EMEA-Region, wo geopolitische Ereignisse und Großveranstaltungen zu einer Zunahme der Angriffsaktivitäten geführt haben. Die Angriffe werden nicht nur zahlreicher, sondern auch komplexer und intensiver, was eine erhebliche Herausforderung für die betroffenen Organisationen darstellt.

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