Open-Source-Tool Systemresuce rettet PCs und Server Systemrettung und Daten­wie­der­her­stel­lung unter Linux

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Systemrescue ist eine Systemanwendung, mit der Admins und Anwender Daten von Servern oder PCs wiederherstellen oder ganze Systeme retten können. Generell lassen sich mit der Linux-Applikation so gut wie alle Betriebssysteme und ihre Versionen wiederherstellen, um Daten zu retten.

Das Open-Source-Werkzeug Systemrescue eignet sich für die Rettung von PCs und Servern. (Bild:  Thomas Joos)
Das Open-Source-Werkzeug Systemrescue eignet sich für die Rettung von PCs und Servern.
(Bild: Thomas Joos)

Systemrescue ist eine seit Jahren bekannte Anwendung zum Retten von Daten oder kompletten Installationen. Neben Datenrettungs-Tools sind auch Malware-Scanner dabei, mit denen sich PCs von Malware befreien lassen. Starten lässt sich das System als Live-CD.

Sammlung aus verschiedenen Tools

Die Systemrescue-CD bietet eine umfassende Sammlung an Werkzeugen, die speziell für die Verwaltung, Reparatur und Wiederherstellung von Systemen konzipiert sind. Sie richtet sich an IT-Profis, die mit unterschiedlichen Problemstellungen wie beschädigten Dateien, defekten Datenträgern oder komplexen Netzwerkumgebungen konfrontiert sind. Die Tools decken eine Vielzahl an Aufgaben ab und bieten Lösungen für nahezu alle typischen Herausforderungen in der Systemadministration.

Festplatten- und Partitionsverwaltung

Mit „GNU Parted“ und „GParted“, der grafischen Benutzeroberfläche, lassen sich Festplattenpartitionen effizient verwalten. Die Tools ermöglichen das Erstellen, Verschieben, Kopieren und Verkleinern von Partitionen und unterstützen dabei zahlreiche Dateisysteme. Für beschädigte Festplatten ist „Testdisk“ ein wichtiges Werkzeug, das verlorene Partitionen wiederherstellt und beschädigte Strukturen repariert. Zusätzlich steht „Ntfs-3g“ bereit, um auf NTFS-Partitionen von Windows sowohl lesend als auch schreibend zuzugreifen.

Zur Datenrettung und -archivierung bietet „FSArchiver“ flexible Möglichkeiten, um sowohl vollständige Systeme als auch einzelne Datenbestände zu sichern und wiederherzustellen. Das Tool „ddrescue“ ergänzt dies, indem es versucht, Daten von beschädigten Blockgeräten zu kopieren. Defekte Bereiche können dabei mit Mustern gefüllt werden, um die Konsistenz der Kopie zu gewährleisten.

Dateisysteme analysieren und optimieren

Die „Systemrescue-CD“ enthält eine breite Palette an Werkzeugen für die Verwaltung von Dateisystemen. Diese ermöglichen das Formatieren, Verkleinern und Debuggen von Partitionen für Linux- und Windows-Dateisysteme. Dadurch lassen sich beschädigte Dateisysteme wieder in einen funktionsfähigen Zustand versetzen oder neue Partitionen effizient vorbereiten.

Für die Analyse von Hardware-Fehlern gehört „Memtest“ zu den zentralen Werkzeugen der Systemrescue-CD. Es überprüft den Arbeitsspeicher eines Computers und hilft dabei, Ursachen für Abstürze oder unerwartetes Verhalten zu identifizieren. Gerade bei unklaren Fehlerbildern ist dieses Tool ein wichtiger erster Schritt zur Diagnose.

Datensicherung und Netzwerkmanagement

Für die Datensicherung im lokalen oder entfernten Netzwerk bietet „Rsync“ eine zuverlässige und effiziente Lösung. Die Möglichkeit, Daten inkrementell zu synchronisieren, spart Zeit und Bandbreite. Mithilfe von „Samba“ und „NFS“ können Daten zwischen verschiedenen Systemen unkompliziert ausgetauscht werden. Für die Netzwerkdiagnose stehen klassische Tools wie „Ping“ und „Nslookup“ zur Verfügung, die eine präzise Fehleranalyse ermöglichen.

Die Systemrescue-CD liefert damit eine robuste Werkzeugpalette, die sich flexibel an individuelle Anforderungen anpassen lässt. Von der Festplattenreparatur über die Dateisystemoptimierung bis hin zur Netzwerksicherung deckt sie nahezu alle zentralen Bereiche der Systemadministration ab und bietet Administratoren eine zuverlässige Grundlage für die Lösung komplexer Probleme.

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