Risiken werden nicht ernst genommen Die Geschäftsführung macht IT-Teams das Leben schwer

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Obwohl die Geschäftsführung einer Umfrage von Sophos zufolge ihre IT-Sicherheitsverantwortlichen nicht so recht ernst zu nehmen scheint, investieren sie in Maßnahmen und externe Dienstleister.

Vorgesetzte nehmen die Sorgen ihrer IT-Sicherheitsverantwortlichen nicht ernst und sehen Cybersicherheit lediglich als Aufgabe, nicht als strategische Priorität.(Bild:  vchalup - stock.adobe.com)
Vorgesetzte nehmen die Sorgen ihrer IT-Sicherheitsverantwortlichen nicht ernst und sehen Cybersicherheit lediglich als Aufgabe, nicht als strategische Priorität.
(Bild: vchalup - stock.adobe.com)

„Cybersicherheit ist doch ganz einfach.“ Diesen Vorwurf muss sich Sophos zufolge jeder vierte IT-Sicherheitsverantwortliche von Vorgesetzten anhören. Der Security-Anbieter hat 202 IT-Mitarbeitende in deutschen KMU- und Großbetrieben zu ihrem Stresslevel, den Ursachen davon und dem Umgang der Vorgesetzten damit befragt.

Geschäftsführung hält Bedenken für übertrieben

Als die größten Herausforderungen, mit je 26,2 Prozent, wurden in der Umfrage fehlende qualifizierte Sicherheitsexperten und das rasante Tempo der Cyberbedrohungen genannt. Doch auch die Einstellung der Geschäftsführung macht den IT-Experten das Leben schwer. 25,2 Prozent der Befragten gaben an, dass die Unternehmensführung davon ausgehe, dass Cybersicherheit einfach sei und die Bedenken der IT-Teams übertrieben seien. Weitere 22,3 Prozent gaben an, dass die Unternehmensplanung ihrer Meinung nach der Cybersicherheit nicht konsequent die nötige Priorität einräumt. Und 18,8 Prozent fiel auf, dass einzelne Unternehmensbereiche immer wieder Wege finden würden, die Security-Regeln zu umgehen.

„Die fortschreitende Komplexität der Unternehmens-IT, zunehmende rechtliche Anforderungen wie NIS2 oder auch die existenziellen Risiken nach einer Ransomware-Attacke: Es gibt zahlreiche gute Gründe, die Sicherheit der Daten in Unternehmen strategisch zur Chefsache zu erklären“, sagt Michael Veit, Cybersecurity-Experte bei Sophos. „Allerdings wird die IT-Sicherheit leider immer noch viel zu häufig als Bestandteil der IT verwaltet. Damit wird sie in der Regel auf den Status einer Aufgabe zurückgestuft, anstatt eine Priorität zu sein. Die Rolle des Sicherheitsteams besteht darin, Risiken zu identifizieren und der Geschäftsführung dabei zu helfen, diese Risiken nach Prioritäten zu ordnen, wohingegen die IT-Abteilung die Aufgabe hat, die erforderlichen Änderungen zu implementieren, je nachdem, wie diese Risiken angegangen werden sollen.“

Konzernen fehlt eine einheitliche Sicherheitskultur

Immerhin 16,8 Prozent gaben an, dass ihre Unternehmensführung die existierende Cybersicherheit lobt. Allerdings glaube sie nicht wirklich an deren Wirksamkeit. In Betriebsgrößen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden gaben das 23,5 Prozent der Befragten an .In Konzernen fanden das nur 5,1 Prozent. Sophos schlussfolgert: Je größer das Unternehmen, desto genauer scheinen die Verantwortlichen die Ausgaben abzuwägen und an deren Wirksamkeit zu glauben. Dennoch nannten Mitarbeitende in der IT von Konzernen mit 30,8 Prozent am meisten die Sorge, mit dem Tempo der Cyberbedrohungen nicht mithalten zu können. Dies könnte daran liegen, dass es in großen Unternehmen oft schwer falle eine einheitliche und starke Sicherheitskultur zu schaffen. 28,8 Prozent der Befragten gaben dies an.

Security wird oft ausgelagert

Angesichts der Komplexität und Schnelligkeit der heutigen Cyberbedrohungen ist es üblich, sich extern Unterstützung ins Haus zu holen. 29,7 Prozent der Befragten gaben an, dass das Unternehmen sich Spezialisten zu Kompetenzentwicklung sowie Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden im Bereich Cybersicherheit dazu holt. Externe Dienste zu Sicherheits­maßnahmen im Unternehmensnetzwerk kaufen Arbeitgeber von 27,7 Prozent der Befragten ein. Knapp ein Drittel aller Befragten über alle Unternehmensgrößen hinweg gaben an, für der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle und Behebung nach Cyberattacken ein externes Team hinzuzuholen.

In 33,3 Prozent der Konzernen wird keine dieser Aufgaben an Externe herausgegeben. Auch in 23,2 Prozent der kleinen Firmen bis 49 Mitarbeitenden wird nicht mit externen Spezialisten zusammengearbeitet. Hingegen sagten nur 7 Prozent der KMU-Befragten (50 bis 1.000 Mitarbeitende), dass sie alle Dienste und Aufgaben intern umsetzen. Daraus lasse sich schließen, dass sich gerade die kleinen Unternehmen nach wie vor in einer oftmals trügerischen Sicherheit wiegen.

(ID:50252742)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung