Illegale Kopien

Unlizenzierte Software erhöht das Malware-Risiko

| Redakteur: Stephan Augsten

Vor allem Unternehmen sollten unlizenzierte Software möglichst aus dem Netzwerk entfernen, warnt die Business Software Alliance.
Vor allem Unternehmen sollten unlizenzierte Software möglichst aus dem Netzwerk entfernen, warnt die Business Software Alliance. (Bild: Archiv)

Erhöht die Installation unlizenzierter Software die Gefahr einer Malware-Infektion? Dieser Frage hat sich IDC angenommen. Die Zahl der illegalen Software-Kopien sei in jedem Fall ein guter Indikator für das Schadcode-Aufkommen innerhalb eines Landes, meint die Business Software Alliance

Im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) hat das Marktforschungsunternehmen IDC untersucht, wie sich unlizenzierte Software auf die IT-Sicherheit auswirkt. Hierfür wurde der Anteil illegaler Software-Kopien auf PCs in 81 Ländern mit dem von Microsoft registrierten Malware-Aufkommen verglichen.

Offenbar besteht zwischen den beiden Kennzahlen – mit einem positiven Korrelationskoeffizienten von r=0,79 – ein starker Zusammenhang. Weitere Analysen hätten anschließend gezeigt, dass die Rate unlizenzierter Software starke Vorhersagekraft für das Malwareaufkommen in einem Land ist, so die BSA.

Die Studie baut auf dem zentralen BSA-Report der weltweiten Verbreitung unlizenzierter Software auf. Im Jahr 2014 wies die BSA Global Software Survey für Deutschland einen Anteil von 24 Prozent Software ohne gültige Lizenz aus. Weltweit lag dieser Wert bei 43 Prozent.

In einer verbundenen Befragung gaben Computer-Anwender weltweit die Sorge vor Sicherheits-Bedrohungen als Hauptgrund dafür an, keine unlizenzierte Software zu verwenden. Unter den Risiken, die sie mit unlizenzierter Software verbinden, rangieren demnach unerlaubter Zugriff durch Hacker mit 64 Prozent Nennungen und Datenverlust mit 59 Prozent weit vorne.

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