Die IT-Governance ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und liegt in der Verantwortung des Managements. Mit Hilfe der IT-Governance wird sichergestellt, dass die IT die Unternehmensziele und Unternehmensstrategie optimal unterstützt.
IT-Governance ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und bildet einen Ordnungsrahmen für die IT.
(Bild: @indypendenz via Canva: Visual Suite for Everyone)
Die IT-Governance schafft als wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung die Voraussetzungen und einen Ordnungsrahmen für eine optimale Unterstützung der Unternehmensziele durch die IT. Bestandteile der IT-Governance sind Prozessstrukturen, Organisationsvorgaben und Führungsstrukturen für die komplette IT-Infrastruktur im Unternehmen.
In der Verantwortung für die IT-Governance sind der Vorstand und das Top-Management. In großen Unternehmen und Konzernen stellt de IT-Governance sicher, dass die IT nicht zum Selbstzweck betrieben wird, sondern einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.
Ziel der IT-Governance ist es, ein Verständnis für die Bedeutung und Wichtigkeit der IT zur Umsetzung der Unternehmensziele und der Unternehmensstrategie zu schaffen. Den Verantwortlichen der IT – in einigen Unternehmen gibt es IT-Governance-Manager – sollten die Ziele des Managements bekannt sein. Hierfür stellt die Governance eine Struktur bereit, die es dem IT-Bereich ermöglicht, die Anforderungen des Managements und der Unternehmensstrategie zu erfüllen. Kernaspekte der Governance sind die Steigerung des Unternehmenserfolgs und die Minimierung der durch die IT entstehenden Risiken. Die komplette IT-Infrastruktur soll so ausgerichtet sein, dass die strategischen Ziele des Unternehmens im Fokus stehen. Es findet eine ständige Überprüfung und Abwägung von Kosten und Nutzen der IT statt. Ressourcen werden fortlaufend optimiert. Um mögliche Risiken zu entschärfen, berücksichtigt das Risikomanagement unter anderem die Fortführung der Unternehmensprozesse in einem Krisenfall und das anschließende Disaster Recovery.
Abgrenzung zwischen IT-Governance und IT-Management
Die Begriffe IT-Governance und IT-Management werden oft in ähnlichen Zusammenhängen verwendet, unterscheiden sich jedoch deutlich voneinander. Während sich das IT-Management mit der Planung, Organisation, Steuerung und Lenkung von IT-Ressourcen beschäftigt, hat die Governance ihren Fokus auf der Verantwortung der IT und ihrer Fähigkeit zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen. Einfacher ausgedrückt kümmert sich das IT-Management um konkrete Fragestellungen, wie IT-Lösungen einzusetzen sind. Die Governance beantwortet die Fragen, was die IT für den Unternehmenserfolg leisten kann und welche Rahmenbedingungen hierfür durch das Management zu schaffen sind.
Ein IT-Governance-Manager spielt eine entscheidende Rolle in der Unternehmensführung, indem er sicherstellt, dass die IT-Strategien optimal auf die Geschäftsziele ausgerichtet sind. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Entwicklung und Implementierung von Governance-Richtlinien, das Management von IT-Risiken sowie die Überwachung der Compliance mit gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben. Durch die Einführung bewährter Methoden und Frameworks, wie COBIT oder ITIL, optimiert der IT-Governance-Manager Prozesse und fördert die Effizienz in der IT-Abteilung. Darüber hinaus ist er für die Kommunikation zwischen IT und Management verantwortlich, um Transparenz zu gewährleisten und sicherzustellen, dass technologische Entscheidungen die gesamte Unternehmensstrategie unterstützen. Dank seiner Expertise trägt er maßgeblich zur Wertschöpfung und nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens bei.
Für die Umsetzung der IT-Governance im Unternehmen existieren einige unterstützende Richtlinien und Frameworks. Die wichtigste Rolle unter diesen Frameworks nimmt COBIT ein. COBIT steht für „Control Objectives for Information and related Technology“ und ist das weltweit führende Framework für die IT-Governance. COBIT stellt ein Referenzmodell mit 37 typischen IT-Prozessen zu Verfügung, wie sie in heutigen Unternehmen vorzufinden sind. Im Vordergrund von COBIT steht nicht, wie die Anforderungen umgesetzt werden, sondern was im Unternehmen umzusetzen ist. Ursprünglich wurde COBIT 1996 vom internationalen Verband der IT-Prüfer (ISACA - Information Systems Audit and Control Association) entwickelt und hat sich zu einem anerkannten Werkzeug zur Steuerung der IT aus Sicht der Unternehmensführung entwickelt. Mittlerweile existieren mehrere Editionen des Frameworks. Seine aktuelle Fassung ist von 2019. Sie beinhaltet fünf grundlegende Prinzipien für das Management und die Governance der IT im Unternehmen. Die fünf Prinzipien sind:
die Erfüllung der Anforderungen der einzelnen Anspruchsgruppen
die Abdeckung des gesamten Unternehmensbereichs
die Anwendung eines einheitlichen und integrierten Rahmenwerks
die Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes
die Abgrenzung zwischen Governance und Management
COBIT basiert auf einem Top-Down-Ansatz. Zunächst werden die Unternehmensziele definiert. Sie bestimmen die IT-Ziele und beeinflussen die komplette Architektur der IT. Die Messung der Zielerreichung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge Bottom-Up. Hierfür sind in den einzelnen IT-Prozessen Mess- und Zielgrößen definiert.
Ähnlich ist das Framework ITIL, das für „Information Technology Infrastructure Library“ steht. Es stellt Best Practices für das IT-Service-Management bereit und unterstützt Unternehmen, ihre IT-Dienste effizient zu gestalten und kontinuierlich zu verbessern. ITIL fokussiert sich dabei auf die Bereitstellung qualitativ hochwertiger IT-Services, die den Bedürfnissen der Geschäftsanwendungen entsprechen. Das Framework ist in verschiedene Lebenszyklusphasen unterteilt, darunter:
Stand: 08.12.2025
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die IT-Governance ein zentraler Bestandteil der Unternehmensführung ist, der mithilfe von Frameworks sicherstellt, dass die IT-Strategie die Unternehmensziele unterstützt und einen ordnungsgemäßen Rahmen für das Management von IT-Ressourcen und -Risiken bietet.