Zertifikate, Schlüssel, Secrets, Zugriffstoken und kurze Lebenszyklen schaffen Probleme Was tun mit der schnell wachsenden Zahl maschineller Identitäten?

Quelle: Pressemitteilung Cyberarc 4 min Lesedauer

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In den meisten deutschen Unternehmen gibt es deutlich mehr maschinelle als menschliche Identitäten, und diese Schere wird in den kommenden Monaten noch weiter auseinandergehen. Beim Schutz der maschinellen Identitäten tun sich die Unternehmen jedoch schwer – mehr als ein Drittel hat bereits Probleme damit, einen Überblick über sie zu erhalten.

Längst kommunizieren Maschinen jeglicher Art miteinander; für die Sicherheit sorgen unter anderem Identifikationsdaten. (Bild:  VicenSanh - stock.adobe.com / KI-generiert)
Längst kommunizieren Maschinen jeglicher Art miteinander; für die Sicherheit sorgen unter anderem Identifikationsdaten.
(Bild: VicenSanh - stock.adobe.com / KI-generiert)

Der mangelnde Durchblick führt unter anderem zu Verzögerungen bei der Bereitstellung neuer Anwendungen, zu Compliance-Verstößen und zu IT-Störungen, die die Kundenbeziehung negativ beeinflussen, wie aus dem „2025 State of Machine Identity Security Report“ von Cyberark hervorgeht.

Maschinen­identitäten inklusive Zertifikate, Schlüssel, Secrets und Zugriffstoken nehmen durch die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud-basierte Innovationen und kürzere Lebenszyklen der Identitäten rasant zu. Unternehmen können mit dieser Entwicklung nur schwer Schritt halten.

Zusätzlich bergen isolierte Ansätze zur Sicherung von Maschinen­identitäten ihre eigenen Risiken. Der Report zeigt die geschäftlichen Auswirkungen auf, die entstehen, wenn Maschinen­identitäten nicht effektiv gesichert werden, so dass Unternehmen anfällig für kostspielige Ausfälle und Sicherheitsverletzungen sind. Cyberark befragte mehr als 1.200 Sicherheits­verantwortliche in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Australien und Singapur.

Ein Schnappshot in Zahlen(Bild:  Cyberark)
Ein Schnappshot in Zahlen
(Bild: Cyberark)

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Die Häufigkeit von Ausfällen steigt dramatisch an: Fast drei Viertel, 73 Prozent der Befragten hatten im vergangenen Jahr mindestens einen zertifikats­bedingten Ausfall zu verzeichnen. Bei 66 Prozent kommt es zu monatlichen und bei 38 Prozent sogar zu wöchentlichen Ausfällen.
  • Kompromittierte Maschinen­identitäten haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsabläufe: Mit 48 Prozent fast die Hälfte der deutschen Security-Entscheider berichtet von Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit kompromittierten Maschinen­identitäten im vergangenen Jahr. Die Auswirkungen reichten von Verzögerungen bei der Bereitstellung neuer Anwendungen, zu 48 Prozent über Ausfälle und Störungen, die die Kundenbeziehung beeinträchtigten, 41 Prozent, bis hin zu nicht autorisiertem Zugriff auf sensible Daten und Netzwerke mit einem Anteil von 26 Prozent.

Die Zahl der Maschinenidentitäten wächst rasant. (Bild:  Cyberark)
Die Zahl der Maschinenidentitäten wächst rasant.
(Bild: Cyberark)

Die Zahl maschineller Identitäten wächst rasant:

  • In drei Viertel der deutschen Unternehmen gibt es bereits mindestens doppelt so viele maschinelle wie menschliche Identitäten.
  • Bei einem Viertel sind es sogar mindestens zehnmal so viele. Und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht.
  • Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Security-Entscheider erwarten, dass die Zahl der maschinellen Identitäten in den nächsten zwölf Monaten um bis zu 150 Prozent steigen wird.

KI sorgt für Herausforderungen beim Schutz maschineller Identitäten:

  • Zwei Drittel der Security-Entscheider stimmen der Aussage zu, dass die schnelle Einführung von KI und Cloud-nativen Technologien die Komplexität und Risiken, die maschinelle Identitäten mit sich bringen, erhöhen.
  • 73 Prozent glauben zudem, dass Maschinen­identitäten eine entscheidende Rolle dabei spielen werden, zukünftige KI-Anwendungen sicher zu betreiben – nicht zuletzt angesichts der wachsenden Bedeutung von KI-Agenten.
  • 72 Prozent geben an, dass der Schutz von KI-Modellen vor Manipulation und Diebstahl bedeutet, dass die Authentifizierung und Autorisierung von Maschinen­identitäten stärker berücksichtigt werden müssen.

Auch die Segnungen jüngster IT-Technologien KI und Cloud Native spielen eine Rolle, insbesondere weil die Komplexität steigt. (Bild:  Cyberark)
Auch die Segnungen jüngster IT-Technologien KI und Cloud Native spielen eine Rolle, insbesondere weil die Komplexität steigt.
(Bild: Cyberark)

Die Programme für Machine Identity Security sind noch nicht ausgereift:

  • Zwar haben 89 Prozent der deutschen Unternehmen bereits irgendeine Form von Identity-Security-Programm für Maschinen­identitäten implementiert, doch meist sind diese noch nicht ausgereift. Zudem hat die Mehrzahl der Unternehmen Schwierigkeiten, maschinelle Identitäten zu verwalten.
  • 36 Prozent tun sich schwer damit, ein korrektes Inventar aller Maschinen­identitäten anzulegen.
  • 31 Prozent haben keinen Überblick, wie die Identitäten genutzt werden.
  • Und 29 Prozent sind nicht in der Lage, Maschinen­identitäten schnell zu widerrufen und zu ersetzen.

Welche Sicherheitsmechanismen setzen die befragten Unternehmen ein?(Bild:  Cyberark)
Welche Sicherheitsmechanismen setzen die befragten Unternehmen ein?
(Bild: Cyberark)

Große Sorgen um die Sicherheit von Maschinen­identitäten:

  • Zu 45 Prozent fürchten die deutschen Security-Entscheider, dass Angreifer gestohlene Maschinen­identitäten nutzen könnten, um manipulierte Updates zu verbreiten, sich zusätzliche Berechtigungen zu sichern oder Man-in-the-Middle-Angriffe auszuführen.
  • 42 Prozent der Befragten sorgen sich, dass das Fehlen einer kohärenten Sicherheitsstrategie für maschinelle Identitäten zu Lücken im Schutz führen könnte.
  • Und 31 Prozent stehen vor Herausforderungen aufgrund der immer kürzeren Lebenszyklen von maschinellen Identitäten – unter anderem durch das Bestreben von Anbietern wie Google und Apple, die Gültigkeitsdauer von Zertifikaten zu verkürzen.

Die Unternehmen haben Pläne. (Bild:  Cyberark)
Die Unternehmen haben Pläne.
(Bild: Cyberark)

Silo-Ansatz zur Absicherung von Maschinen­identitäten verursacht Risiken

Wo mehrere Tools zur Sicherung von Maschinen­identitäten in Unternehmen eingesetzt werden, entstehen Ineffizienzen, Risiken und Verwaltungsprobleme. So wurde im Report festgestellt, dass die Zuständig­keiten für die Prävention von Kompromittierungen im Zusammenhang mit Maschinen­identitäten auf die Teams für Sicherheit, zu 51 Prozent, Development, zu 51 Prozent und mit rund 18 Prozent auf Plattformen verteilt sind.

Michael Kleist, Area Vice President CEE bei Cyberark, kommentiert:„Die Zahl maschineller Identitäten wird weiter schnell wachsen, was nicht nur die Komplexität erhöht, sondern auch das Risiko.“ Denn Cyber-Kriminelle hätten es zunehmend auf Maschinen­identitäten abgesehen – von API-Schlüsseln bis hin zu Code-Signatur-Zertifikaten – um Schwachstellen auszunutzen, Systeme zu kompromttieren und kritische Infrastrukturen zu stören.

Mit der Anzahl der Maschinenidentätäten steigt die Komplexität und damit das Risiko der Kompromittierung. (Bild:  Cyberark)
Mit der Anzahl der Maschinenidentätäten steigt die Komplexität und damit das Risiko der Kompromittierung.
(Bild: Cyberark)

„Diese Studie unterstreicht die Dringlichkeit für Sicherheitsverantwortliche, eine umfassende, durchgängige Sicherheits­strategie für Maschinen­identitäten zu entwickeln, die sich mit den wichtigsten nicht-menschlichen Identitäten befasst, um potenzielle Angriffe und Ausfälle zu verhindern – insbesondere, da die Zahl der KI-Agenten weiter steigt“, sagt er.

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