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Biometrische Erkennung im Einsatz

Wie Biometrie die IT-Sicherheit bereichert

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Biometrische Erkennung in der Realität

Biometrische Daten machen unser Leben nicht nur viel unkomplizierter, sondern tragen auch zuverlässig zum Schutz vor Diebstahl, Betrug und Datenmissbrauch bei. Laut einer EU-Verordnung sollen bis zum Jahr 2020 alle EU-Bürger einen elektronischen Reisepass besitzen, bei dem biografische und biometrische Daten auf einem Chip gespeichert sind.

In Deutschland ist bereits seit 2005 der neue biometrische Reisepass alias „ePass“ erhältlich, der Gesichtsbild und Fingerabdrücke des Passinhabers fälschungssicher auf einem RFID-Chip abspeichert. Der Frankfurter Flughafen testet unlängst ein Verfahren, bei dem ein Algorithmus das Gesicht der Passagiere mit dem registrierten, digitalen Passfoto abgleicht. Kontrolleure kommen hier nur mehr sporadisch zum Einsatz. Dies ist auch der Fall an den Flughäfen in Faro und Manchester, wo das automatisierte Erkennungsverfahren bereits standardmäßig eingesetzt wird.

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Weitere Beispiele für die praktische Anwendung von biometrischer Technologie lassen sich zuhauf finden: In Uganda wurden bereits bei den Wahlen im Jahr 2001 Gesichtserkennungssysteme eingesetzt, um Wahlfälschungen durch Mehrfachwähler vorzubeugen. Für die malaysische Regierung hat Unisys den nationalen elektronischen Ausweis, genannt MyKad, entwickelt, der mit Hilfe biometrischer Daten als Mehrzweck-Ausweis für den Zugang zu Bankkonten, medizinischen Leistungen, öffentlichem Transport und anderen Leistungen dient.

Biometrische Daten erhöhen Datensicherheit

Biometrische Daten spielen aber nicht nur für den Staat eine große Rolle, sondern werden auch immer mehr in Unternehmen eingesetzt, um sich besser vor Datendiebstahl zu schützen. Hierbei profitieren sowohl die Unternehmen als auch deren Kunden.

Unternehmen wollen sensible Daten bestmöglich schützen, das Vertrauen der Kunden gewinnen und behalten und das Risiko finanzieller Verluste durch Identitäts- oder Finanzbetrug mindern. Kunden hingegen erwarten, dass die Sicherheit ihrer Zahlungen und der Schutz ihrer persönlichen und finanziellen Daten gewährleistet werden.

Ein gutes Beispiel für die Anwendung biometrischer Daten, von der beide Seiten profitieren, findet sich in Japan. Dort sind bereits 80 Prozent der Geldautomaten mit einer Venen-Scan-Erkennung ausgestattet. So profitieren sowohl Banken als auch deren Kunden von der erhöhten Sicherheit im Falle eines Identitätsbetrugsversuches.

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