Anbieter zum Thema
Relevante Gesetze und Compliance-Vorgaben
Bei der Verarbeitung von Daten und Informationen – insbesondere auch in SAP-Systemen – gilt es, sich an bestehende Gesetze zu halten. Harte Sanktionen sind derzeit nicht zu verzeichnen, was es Datendieben, Angreifern oder Wirtschaftsspionen leicht macht, sich der Daten fremder Systeme zu bedienen. Welche Gesetze sind wesentlich?
Das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) ist mit §17 in Betracht zu ziehen, da dieser den Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen regelt und §18, der sich auf anvertraute Vorlagen bezieht. In beiden Fällen kann es zu einer Androhung von fünf Jahren Freiheitsentzug kommen.
Desweiteren ist es wichtig, die Paragraphen §202 a, b und c des Strafgesetzbuches (StGB) zu erwähnen, die das Ausspähen, Abfangen und Vorbereiten von Daten unter Strafe stellen. Die §303 a und b StGB stellen unter Strafe, wer Datenveränderung vornimmt oder Computersabotage durchführt. In allen Fällen gilt selbst der Versuch als eine strafbare Handlung und haben den Geltungsbereich auch in SAP-Umgebungen.
Viel wichtiger jedoch sollte Compliance gesehen werden, die mithilfe von SIEM-Lösungen überwacht werden kann. Grundsätzlich sprechen wir von Compliance, wenn sich ein Unternehmen dazu entschlossen hat, Vorgehensweisen, Verhaltensmaßregeln, Richtlinien und Gesetze in Unternehmensprozessen einzuhalten.
Der betriebswirtschaftliche Bereich ist dabei fast immer organisatorisch und strategisch zu betrachten und sollte einhergehen mit der Compliance, die für die EDV gilt. So wird in der Compliance z.B. geregelt, wie in nationale und internationale Regeln und Gesetze behandelt werden, wenn eine kriminelle Handlung im Unternehmen bekannt wird. Dabei kann es sich beispielsweise um Geldwäsche, Insiderhandel, Erpressung oder Veruntreuung handeln. Die Compliance deckt aber auch Verhaltensregeln der Unternehmensführung ab.
Weitere nationale und internationale Gesetze, die entsprechende IT-Sicherheit fordern und in der Compliance berücksichtigt werden sollten, sind:
- Handelsgesetzbuch, § 239 Abs. 4 HGB
- Bundesdatenschutzgesetz, § 9 BDSG
- Aktiengesetz, § 91 II und § 116 AktG
- KonTraG
- GmbH-Gesetz, § 43 GmbHG, §§ 91 II, 116 AktG
- „Basel II“ (wie erwähnt)
- SOX, Section 404
- CobiT
- ISO 2700x
- SAS 70
Im Übrigen können Verstöße, sofern diese entdeckt und geahndet werden, unterschiedliche Folgen haben, beispielsweise Haftungsklagen gegen die Geschäftsleitung und/oder das Management. Bei Basel II wäre eine Folge, dass die Schwächung am Markt eintritt, da Engpässe in der Liquidität die wirtschaftliche Position schwächen. SOX sanktioniert zum Beispiel Verstöße mit Zugangsbarrieren am Markt und Geldbußen sind zudem ebenfalls möglich.
Inhalt
- Seite 1: SAP-Systeme aus Sicht der IT-Sicherheit
- Seite 2: Relevante Gesetze und Compliance-Vorgaben
- Seite 3: Security Information and Event Management (SIEM)
- Seite 4: Secude Security Intelligence – Mittler zwischen den Welten
(ID:2047709)