Den Verlockungen widerstehen aber Chancen nutzen Wie die KI-Implementierung in IT-Teams funktionieren kann

Von Cullen Childress 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) steckt noch in ihren Kinderschuhen, doch schon jetzt verändert sie die IT-Branche und mit ihr die Teamarbeit. Technikexperten sind zwischen einem zu schnellen Handeln zugunsten einer gesteigerten Produktivität und einem zögerlichen Vergehen wegen möglicher Risiken hin- und hergerissen.

Cullen Childress von SolarWinds warnt davor, KI zu vorschnell einzusetzen – mahnt in Sachen KI aber auch Technologie- und Fortschrittsoffenheit an.(Bild:  SolarWinds)
Cullen Childress von SolarWinds warnt davor, KI zu vorschnell einzusetzen – mahnt in Sachen KI aber auch Technologie- und Fortschrittsoffenheit an.
(Bild: SolarWinds)

Viele IT-Experten stellen sich die Frage, ob sie zu schnell zu viele KI-Lösungen in ihre Prozesse integrieren oder ob sie genau so schnell vorgehen, wie es für Innovationen angemessen ist. Dabei müssen sie ein Feingefühl dafür entwickeln, den Verlockungen der KI nicht sofort zu verfallen und trotzdem keine Chancen zu verpassen.

In Unternehmen dreht sich alles darum, Produktivität, Leistung, Wachstumspotenzial und Vernetzung zu maximieren. Daher integrieren Verantwortliche zunehmend KI-Funktionen, während digitale Ökosysteme immer komplexer werden. Auch Technikexperten können nur noch schwer überblicken, welche Lösungen sich für ihre spezifischen Herausforderungen eignen.

IT-Teams, die in immer komplexeren Umgebungen mit eingeschränkten Ressourcen, begrenzten Zeitbudgets und steigenden Arbeitslasten umgehen müssen, haben begonnen, KI-Tools als Unterstützung einzusetzen. Damit können unter Anderem Prozesse vordefiniert, sich wiederholende Workflows automatisiert und Projekte mit Tags versehen werden, damit sich Teammitglieder auf andere Aufgaben konzentrieren können. Funktionen für das KI-gestützte IT-Servicemanagement (ITSM) helfen bei der Fehlerbehebung und der angeleiteten Lösung von Vorfällen. AIOps arbeitet bereits daran, beim proaktiven digitalen Servicemanagement zu helfen und den Weg hin zum autonomen Betrieb freizumachen, der nahezu keine menschliche Mitarbeit mehr erfordern wird.

KI hat im IT-Bereich bereits hohe Effizienz gezeigt, aber die Einführungsdauer war ähnlich wie bei anderen neuen Technologien lang. Mittlerweile werden KI-Schulungen angeboten, die für das richtige Gleichgewicht bei der schnellen Implementierung von KI-Lösungen sensibilisieren. Folgende Schritte helfen Unternehmen, mit KI erfolgreich zu sein:

  • Eine ausführliche Analyse bildet die Grundlage: Wie auch bei anderen Investitionen liegt der Anschaffung eine umfangreiche Analyse über die Anforderungen und Herausforderungen zugrunde. SolarWinds-Kunden haben festgestellt, dass IT-Teams durchschnittlich 23 Stunden pro Woche bei IT-Servicemanagement-Aufgaben einsparen können. Nichtsdestotrotz sollten Unternehmen kritisch darüber nachdenken, in welchen Bereichen sie KI am effizientesten nutzen. Um herauszufinden, wo KI am hilfreichsten ist, muss zunächst das Unternehmen analysiert werden. Dabei gilt es festzustellen, wo die zusätzliche Produktivität sich am stärksten auswirkt. KI kann Kosten senken und einen schnellen ROI bieten, wenn das Ganze richtig durchgesetzt wird.
  • KI wird zum Teil des Teams: Der Fokus bleibt weiterhin auf den Menschen, da die KI kein Ersatz für menschliche Teammitglieder, sondern ein Teil des Teams ist. Im Mittelpunkt eines Unternehmens werden weiter die Mitarbeiter stehen. Die Kreativität, die gute Teams ausmacht, dürfen nicht vernachlässigt werden. Stattdessen sollte KI ein Werkzeug sein, das die Kreativität eines Teams steigert. Während KI alltägliche Aufgaben automatisieren kann, bleiben Menschen die treibende Kraft dahinter.
  • Über neue Entwicklungen im KI-Bereich auf dem Laufenden bleiben: Neue KI-Entwicklungen gibt es nahezu jeden Tag. Teams sollten fortlaufend im Blick behalten, was sich gerade tut. Dabei kann es ausreichen, Publikationen oder Reportern zu folgen, die über Neuigkeiten und die angebotenen Lösungen informieren. Nur wer die neuesten Entwicklungen kennt, kann sicherstellen, dass Teams das Beste aus den KI-Technologien herausholen.
  • Den Plan ändern, auch wenn er sich bereits in der Ausführung befindet: Jedes Unternehmen ist dafür verantwortlich, Entwicklungen in der Branche und bei den Kundenanforderungen zu verfolgen. Es ist entscheidend, Veränderungen wahrzunehmen und sich entsprechend anzupassen. Es sollte sichergestellt sein, dass eine solide Grundlage vorhanden ist, bevor KI zur Weiterentwickelung eingesetzt wird. Es muss jederzeit die Möglichkeit geben, schnell darauf aufzubauen und Neues umzusetzen.

Auch wenn KI gerade der wichtigste Trend im IT-Bereich ist, handelt es sich doch noch um eine recht junge Technologie. Die Grundlage bildet das Leitprinzipien der Information Technology Infrastructure Library (ITIL): Start where you are https://www.itlibrary.org/. Unternehmen sollten sich regelmäßige über die neuesten Entwicklungen und Automatisierungstools im KI-Bereich informieren, sodass neue Implementierungen weniger herausfordernd wirken und die Anpassung schneller vonstattengeht. In anderen Worten: Ein flexibler Plan ist für ein Unternehmen von grundlegender Bedeutung, um den Balanceakt zwischen kontinuierlicher Innovation und finanzieller Verantwortung zu meistern. Also nicht das gesamtes IT-Budget für neue KI-Tools ausgeben, bevor nicht einen Plan dafür besteht, wie diese genutzt werden.

Über den Autor

Cullen Childress ist Senior Vice President Product bei SolarWinds.

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