Bewährtes Open-Source-Tool kombiniert Spiegelung mit inkrementeller Sicherung Wie rdiff-backup Daten effizient und sicher sichert

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Mit rdiff-backup können Anwender Daten sichern, klonen und auch Versionen beibehalten, die sich ebenfalls wiederherstellen lassen. Daher ist das Open-Source-Tool eine interessante Möglichkeit, Backups zu erstellen.

Das Open-Source-Tool rdiff-backup erstellt lokale oder entfernte Verzeichnis-Klone und sichert Änderungen als Reverse-Diffs. Diese Methode überträgt nur veränderte Daten und spart somit Speicherplatz und Bandbreite, was bei großen Datenbanken mit häufigen kleinen Änderungen besonders effektiv ist.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Das Open-Source-Tool rdiff-backup erstellt lokale oder entfernte Verzeichnis-Klone und sichert Änderungen als Reverse-Diffs. Diese Methode überträgt nur veränderte Daten und spart somit Speicherplatz und Bandbreite, was bei großen Datenbanken mit häufigen kleinen Änderungen besonders effektiv ist.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Das Tool rdiff-backup sichert Verzeichnisse lokal oder auf entfernte Systeme und geht dabei weit über das Konzept klassischer Spiegelungen hinaus. Zwar entsteht im Zielverzeichnis zunächst ein exakter Klon der Quelldaten, doch zusätzlich speichert das Tool alle Änderungen in Form von Reverse-Diffs. So lassen sich auch frühere Dateiversionen wiederherstellen, selbst wenn sie im aktuellen Spiegel bereits gelöscht wurden.

Diese inkrementelle Methode sorgt dafür, dass nur geänderte Daten übertragen und gespeichert werden. Damit ist rdiff-backup nicht nur ressourcenschonend, sondern auch effizient im Umgang mit Bandbreite und Speicherplatz. Besonders bei größeren Datenmengen mit häufigen, aber kleinen Änderungen, etwa bei Datenbanken, kann das Backup-Volumen drastisch reduziert werden.

Präzise Replikation mit allen Dateieigenschaften

Bei jeder Sicherung achtet rdiff-backup auf vollständige Reproduzierbarkeit: Metadaten wie Zugriffsrechte, Eigentümerinformationen, Zeitstempel, Hardlinks, ACLs und Extended Attributes bleiben erhalten. Auch spezielle Dateitypen wie Devices oder FIFOs werden korrekt übernommen, vorausgesetzt, das Zielsystem unterstützt diese Funktionen. Andernfalls speichert rdiff-backup die Metadaten separat und ermöglicht so eine vollständige Wiederherstellung auf geeigneten Dateisystemen.

Kompatibel, plattformübergreifend, anpassbar

Das Tool läuft unter Linux, macOS und Windows, entweder nativ oder über Cygwin. Auch Dateisysteme mit Eigenheiten wie Groß-/Kleinschreibungssensitivität oder fehlender POSIX-Kompatibilität werden automatisch erkannt, sodass rdiff-backup ohne manuelle Optionen die jeweils beste Strategie wählt. Besonders unter macOS bleiben dank Unterstützung von Resource Forks sogar Finder-spezifische Informationen erhalten.

Backup über Netzwerk – sicher und schlank

Wird rdiff-backup über SSH eingesetzt, genügt ein einfacher Befehl, um Verzeichnisse auf entfernte Systeme zu sichern. Dabei werden ausschließlich geänderte Datenblöcke übertragen, ein Ansatz, der die effiziente librsync-Bibliothek nutzt, ohne jedoch direkten Code mit rsync zu teilen. Diese Architektur ermöglicht eine deutliche Reduzierung des Übertragungsvolumens und schützt sensible Daten gleichzeitig durch die Transportverschlüsselung.

Flexible Wiederherstellung – auch bei versehentlichen Änderungen

Ein großer Vorteil von rdiff-backup: Die gespeicherten Versionen lassen sich gezielt wiederherstellen. Wer versehentlich wichtige Inhalte gelöscht oder verändert hat, kann einfach zu einem früheren Stand zurückspringen. Dazu genügt ein gezielter Restore-Befehl mit Zeitangabe, etwa „10D“ für „vor zehn Tagen“. Auch der Zugriff auf einzelne Diff-Dateien ist möglich, um gezielt einzelne Versionen einzelner Dateien wiederherzustellen.

Klares Format, einfache Migration

Das Datenformat von rdiff-backup ist transparent, die Spiegelstruktur entspricht dem aktuellen Stand des Quellverzeichnisses, ältere Zustände liegen als diffs oder komprimierte Dateien in einem Unterverzeichnis. Wer auf ein anderes Backup-System umsteigen will, kann seine Daten ohne Konvertierung oder proprietäres Format weiterverwenden.

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