Unternehmen fehlt der Draht zum Mobile Printing

Wie sicher ist das Drucken über Smartphone und Tablet?

| Autor / Redakteur: Stephan Batteux / Stephan Augsten

Viele Sichehreitsverantwortliche hegen Bedenken gegenüber dem Drahtlos-Druck.
Viele Sichehreitsverantwortliche hegen Bedenken gegenüber dem Drahtlos-Druck. (Bild: © fotogestoeber - Fotolia)

Mit dem Smartphone werden E-Mails gelesen, auf dem Tablet Präsentationen erstellt. Dank zahlreicher Lösungsmodelle lassen sich Dokumente nun auch sicher vom mobilen Devices ausdrucken. Viele Administratoren sorgen sich dabei um die Sicherheit der drahtlos übertragenen Datenpakete – zu Recht?

Smartphones, Tablets und Notebooks machen die Arbeitswelt mobil und flexibel und steigern die Produktivität der Mitarbeiter. Gängige Trends sind hier BYOD (Bring Your Own Device), bei dem Mitarbeiter ihr privates Produkt auch geschäftlich nutzen, oder LYOD (Leave Your Own Device), bei denen sie ihr Geschäftsgerät privat verwenden dürfen.

Eine aktuelle Studie von Juniper Research bestätigt den Trend der geschäftlich genutzten Mobilgeräte. Sie vermutet einen weiteren Anstieg von privaten Endgeräten in Unternehmen. In den nächsten fünf Jahren könnten geschäftlich genutzte Privatgeräte auf bis zu eine Milliarde Produkte ansteigen.

Doch BYOD- oder LYOD-Modelle bringen auch Risiken mit sich, zum Beispiel durch das unkontrollierte Herunterladen von Apps aus dem Internet. Auch das Bereitstellen mobiler Druckprozesse bereitet den IT-Verantwortlichen oft Sorgen, stellt sich der mobile Zugriff auf das LAN des Unternehmens über Drucker mit Wireless-Verbindung durchaus als Herausforderung dar.

Um die Netzwerk- und die Backend-Infrastruktur des Unternehmens zu schützen, nehmen IT-Administratoren daher häufig Abstand von Wireless-Druckerverbindungen. Dadurch können die von vielen Druckern angebotenen drahtlosen Verbindungen zu mobilen Geräten nicht genutzt werden und das Drucken vom mobilen Endgerät ist nicht möglich.

Obwohl die IT-Abteilung üblicherweise die notwendigen Mobile Device Management (MDM)-Richtlinien und -Lösungen zum Schutz der Daten und des Netzwerks implementiert, ist eine Balance zwischen Verwaltung und Sicherheit sowie der Bereitstellung von Apps und Funktionen für eine gesteigerte Mitarbeiterproduktivität schwer erzielbar.

Oft bleiben die Netzwerkdrucker innerhalb der MDM-Umgebung also außen vor. Um die größte Sorge der IT-Administratoren, der Angst dass beim Drucken über mobile Produkte die Sicherheit vertraulicher Geschäftsdaten gefährdet ist, auszuräumen, haben die Druckhersteller in den letzten Jahren verstärkt in sicheres, mobiles Drucken investiert.

Die Mopria-Allianz

Ganz neu im Druckmarkt ist die Mopria-Allianz. Dieser Zusammenschluss von Technologie-Unternehmen möchte einen einheitlichen Standard für das kabellose Drucken über NFC (Near Field Communication) von Smartphones, Tablets oder anderen mobilen Produkten erreichen. Der globale Non-Profit-Zusammenschluss besteht seit September 2013 und will Endkunden vor allem durch Produktzertifizierungen Orientierung bieten.

Seit ihrer Gründung entwickelt die Allianz technische Prototypen, führt Produkttests durch und benennt qualifizierte Produkte. Dies geht einher mit der stetigen Weiterentwicklung mobiler Druckprozesse. Ein weiteres Ziel ist es auch hier Sicherheitsstandards zu definieren und allgemein umzusetzen.

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