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Elektronikpraxis-Leserumfrage zu PRISM Wie sind Ihre Erfahrungen mit Industriespionage und IT-Sicherheit?

| Autor / Redakteur: Martina Hafner / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Nicht erst seit PRISM nehmen deutsche Unternehmen eine wachsende Bedrohung durch Industriespionage und Datenklau wahr, IT-Chefs und Co. fühlten sich bisher jedoch gewappnet. Vor dem Hintergrund der jüngsten PRISM-Skandale wollen wir wissen: Welche Rolle spielt Datensicherheit in Ihrem Unternehmen tatsächlich?

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Wie schätzen Sie die Informations- und Datensicherheit in Ihrem Unternehmen ein?
Wie schätzen Sie die Informations- und Datensicherheit in Ihrem Unternehmen ein?
(Bild: VBM-Archiv)

Smartphones, Tablet-PC, cloudbasierte Dienste: Die Personalisierung der IT in Unternehmen ist zum Trend geworden. Geschätzte 40 Prozent der Geräte, die IT-affine Mitarbeiter heute für ihre Arbeit nutzen, gehören diesen persönlich, 70 Prozent surfen während ihrer Arbeitszeit im Internet, die Nutzung von Social Media im Arbeitskontext nimmt zu.

Für die Unternehmens-IT gilt es, die gestiegenen Ansprüche dieser sogenannten iWorker mit den gleichzeitig steigenden Sicherheitsanforderungen zu verbinden. Problematisch zeigt sich laut einer Untersuchung von VDC (Juli 2011), dass IT-Abteilungen die Nutzung von Personal Devices in Unternehmen in der Regel erheblich unterschätzen (IDC Video Interview: Bridging te Productivity Gap)

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Auch vor dem Hintergrund der PRISM-Spionageskandale nimmt die Diskussion um IT-Sicherheit in Unternehmen zu. Wie gut sind Deutschlands Unternehmen heute wirklich auf die Bedrohungen durch Internet, mobile Devices und moderne ITK vorbereitet?

Im April 2011 befragte das Marktforschungsinstitut Valid Research aus Bielefeld im Auftrag der Unternehmensberatung Ernst & Young 400 Geschäftsführer, Leiter Konzernsicherheit und Leiter IT zum Thema Daten- und Wissensklau. Eine große Mehrheit von 96 Prozent der deutschen Unternehmen rechnete damals damit, dass Fälle von Datendiebstahl allgemein steigen. Die meisten fühlten sich gleichzeitig im Kampf gegen Datenklau gewappnet. Nur 17 Prozent meinten, ihre Vorkehrungen seien unzureichend. Als hoch bezeichneten 75 Prozent der Befragten die Standards bei IT-Sicherheit.

Gleichzeitig nutzten nur sechs Prozent Intrusion Detection Systeme, abhörsichere Kommunikation 17 Prozent. Nur 14 Prozent verfügten über eine Sicherheitsabteilung, die sich gezielt um digitale Formen von Security kümmert. In der Regel ist die IT-Abteilung mit verantwortlich.

Vertrauen in staatliche Stellen und USA bisher hoch

Dabei war das Vertrauen in die USA und staatliche Stellen bisher vergleichsweise hoch. Nur einer von zehn Befragten hielt Wirtschaftskriminelle aus den USA für besonders gefährlich hinsichtlich Industriespionage und Datenklau. Lediglich jeder vierte befürchtete, sein Unternehmen könne Opfer staatlicher ausländischer Stellen oder Geheimdienste werden. Besonders fürchten sich Unternehmen vor Attacken aus China und den eigenen Mitarbeitern.

Dass sich so viele Firmen gegen unerwünschte Informationsabflüsse ausreichend geschützt fühlen, findet Dr. Stefan Heißner, Leiter der Abteilung Fraud Investigation & Dispute Services bei Ernst & Young, „fern der Realität“. Für ebenso wenig realistisch hält er es, dass nur acht Prozent der Befragten einräumen, in den vergangenen drei Jahren Ziel von Spionage- oder Datenklau-Angriffen gewesen zu sein. „Wir müssen daraus schließen, dass die Mehrheit der Unternehmen noch gar keine Sensibilität für diese Art von Risiko entwickelt haben. Nach unserer Erfahrung hat jedes Unternehmen mit solchen Problemen zu kämpfen – keineswegs nur Großkonzerne.“

Leserumfrage: Welche Rolle spielen Informations- und Datensicherheit in Ihrem Unternehmen?

Unsere Kollegen vom Portal der Elektronikpraxis würden gerne wissen: Ist Ihrer Meinung nach der Umgang mit sensiblen Daten und geschäftskritischen Informationen ausreichend sicher? Hat sich seit der Enthüllung der Internet-Spionageskandale rund um PRISM der Umgang mit sensiblen Geschäftsdaten und Informationen in Ihrem Unternehmen verändert? Haben Sie selbst Erfahrung mit Industriespionage gemacht?

Beteiligen Sie sich an der One-Klick-Onlineumfrage unserer Kollegen oder schreiben Sie Ihre Meinung direkt an die Redaktion unter martina.hafner@vogel.de.

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