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Clustersysteme stellen auch die Grundlage für die Virtualisierungsfunktionen des Hyper-V dar, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Sie können vielmehr für viele weitere Windows Dienste herangezogen werden. Microsoft stellt dazu eine Reihe von Hilfen zur Absicherung von Dateidiensten, Druckdiensten, DHCP oder WINS bereit. Ein Windows-Cluster kann bis zu 16 Knoten umfassen. Durch Stretched Cluster erfolgt außerdem eine Absicherung der Cluster über große Distanzen und WAN-Strecken.
Die Grundlage für die Windows Cluster sind die Clustered Shared Volumes. Sie stellen einen parallelen Zugriff auf Volumes von mehreren Knoten eines Clusters zur Verfügung. Durch Clustered Shared Volumes (CSV) erhalten mehrere Knoten eines Windows Server 2008 R2 Failover Cluster einen parallelen gemeinsamen Zugriff auf die Daten. Sie sorgen für die Speicher-Anbindung der Windows Failover Clustern dar und gehören damit auch in den Kontext des Windows Failover Clustering.
Clustered Shared Volumes machen Auszeiten überflüssig
Die Clustered Shared Volumes (CSV) bilden auch die Grundlage für die Migration von virtuellen Maschinen im Kontext des Hyper-V. Dies ermöglicht ein kontrolliertes und geplantes Verschieben einer virtuellen Maschine von einem Host auf einen zweiten. Die gesamte Übertragung geht dabei sehr rasch von statten und führt zu keiner Unterbrechung der Benutzersession. Die Übertragung der virtuellen Maschinen läuft dabei in mehreren Stufen ab.
Zuerst erfolgt der Transfer des RAM-Inhalts des Quell-Knoten zum neuen Ziel-Knoten. Anschließend werden der Zugang zum Festplattenspeicher und die Netzwerkanbindung umgeschaltet. Somit verhelfen die CSV den virtuellen Maschinen unter dem Hyper-V zu mehr Verfügbarkeit und der Reduzierung von Ausfallzeiten.
Desweiteren vereinfachen die CSV die Verwaltung des Speichers für virtuelle Maschinen, da nur noch ein Volume für den gesamten Cluster zur Speicherung sämtlicher virtuellen Maschinen benötigt wird.
Daneben gibt es eine Reihe weiterer Optimierungen mit denen Microsoft Ausfallzeiten reduzieren oder gänzlich verhindern möchte. Um die Anzahl Änderungen am System und den möglichen Restarts zu reduzieren, offeriert das Unternehmen seit der Version 2008 den Server Core. Dies reduziert den Codeumfang und damit auch die Angriffsfläche. Durch das Entfernen des .NET-Frameworks, der GUI-Komponenten und manch andere Teile des Servers ergibt sich ein schlankerer Core-Server. Diese erfordert auch weniger Patches und reduziert gleichzeitig die Angriffsfläche.
Fazit
Um seine Server gegen Angriffe und Ausfälle abzusichern, hat Microsoft mittlerweile ein ganzes Set an Techniken und Produkten. Deren Zusammenspiel hilft eine Microsoft-Infrastruktur sicherer zur betreiben. Ausfälle oder Leistungsengpässe aufgrund von Wartungsarbeiten, Patches oder Angriffen lassen sich zwar nicht gänzlich verhindern, sie werden durch die erweiterten Funktionen aber auf ein Minimum reduziert.
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