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Lokalisieren von WLANs mit Hilfe eines GPS-Adapters
Damit gefundene Access Points auch einem genauen Standort zugeordnet werden können, braucht es zusätzlich noch einen GPS-Adapter. Dank ihrem USB-Anschluss für Notebooks, gelten Geräte der Firma Garmin als gute Wahl. Um Kismet mit einem solchen zu nutzen, muss nur der Parameter „gps“ auf „true“ geändert werden. Anschließend kann der Adapter über den Daemon GPSd als lokaler Server genutzt werden. Von dessen Port - im Normalfall 2947 - erfährt Kismet sekündlich den jeweiligen Standort.
Während des Betriebs werden nun zusätzlich auch GPS-Koordinaten den Funknetzen zugeordnet. Kismet speichert jeweils den ersten und letzten Ort, an dem ein WLAN in Reichweite war. Daraus lässt sich ein mittlerer Wert errechnen, welcher meist auf wenige Meter genau zutrifft. Dennoch passiert es häufig, dass Hindernisse wie Häuser oder Wände die Ergebnisse leicht verfälschen.
Bedienung und Auswertung der Ergebnisse von Kismet
Im Gegensatz zu KisMAC oder KisWin bietet Kismet selbst keine grafische Oberfläche. Die Entwickler nutzen stattdessen die Ncurses-Bibliothek, welche in modernen Linux-Systemen vorinstalliert ist. Dadurch lassen sich Programme mit ein wenig Übung auch in der Konsole sehr gut bedienen. Die Sicherheit der Netzwerke wird zusätzlich noch farblich - Rot, Gelb und Grün - hervorgehoben.
Allein die vielen Abkürzungen und Tastenkombinationen sind anfangs schwierig zu handhaben. Mit nur einem Tastendruck lassen sich Informationen zu einem Netzwerk, den angeschlossenen Clients oder der Empfangsstärke anzeigen. Auch das Aussehen der Oberfläche selbst kann in einer Konfigurationsdatei beliebig individualisiert werden. Klänge und sogar gesprochene Ansagen lassen sich ein- bzw. ausschalten. Der Nutzen solch exotischer Möglichkeiten bleibt jedoch fraglich.
Im Log-Verzeichnis des Systems speichert Kismet alle gesammelten Informationen stets in verschiedenen Ausgabeformaten. Bei größeren Datenmengen eignen sich vor allem die CSV- und XML-Dateien zur weiteren Analyse. Für kleine Tests reicht meist schon ein Blick in die generierte Textdatei, um alle relevanten Informationen zu erhalten.
Seite 4: Legale Einsatzbereiche von Scannern und Sniffern
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