EUVD-2026-82595 / CVE-2026-87886 Cyberangreifer erweitern ihre Rechte in Acronis Backup

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Acronis warnt vor einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle in Backup-Erweiterungen für cPanel, Plesk und DirectAdmin. Angreifer können aufgrund unsicherer Dateiberechtigungen ihre Rechte ausweiten, Updates stehen bereit.

Acronis zufolge wird die Schwachstelle EUVD-2026-82595 / CVE-2026-87886 bereits in gezielten Angriffen auf die Backup-Plugins für cPanel & WHM verwendet.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Acronis zufolge wird die Schwachstelle EUVD-2026-82595 / CVE-2026-87886 bereits in gezielten Angriffen auf die Backup-Plugins für cPanel & WHM verwendet.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Acronis warnt vor einer Schwachstelle in mehreren Linux-Erweiterungen seiner Backup-Software. EUVD-2026-82595 / CVE-2026-87886 (CVSS-Score 7.8, EPSS-Score* 0.25) ermöglicht eine lokale Rechteausweitung aufgrund unsicherer Dateiberechtigungen.

Betroffen sind folgende Produkte und Versionen:

  • Acronis Backup Plugin für cPanel & WHM: Versionen vor Build 1.9.3.1021
  • Acronis Backup Extension für Plesk: Versionen vor Build 1.8.11.638
  • Acronis Backup Plugin für DirectAdmin: Versionen vor Build 1.2.3.238

Diese betroffenen Erweiterungen der Backup-Lösung binden die deren Funktionen in die Hosting-Verwaltungsplattformen cPanel & WHM, Plesk und DirectAdmin ein.

Unsichere Dateiberechtigungen ermöglichen Rechteausweitung

EUVD-2026-82595 / CVE-2026-87886 ist laut Acronis auf unsichere Standardberechtigungen für Dateien zurückzuführen. Ein Angreifer mit niedrig privilegiertem lokalem Zugriff kann dem CVSS-Vektor nach die Schwachstelle nutzen, um seine Berechtigungen auf dem betroffenen System auszuweiten.

Acronis bestätigt in seinem Security Advisory, dass die Sicherheitslücke „in begrenzten, gezielten Angriffen auf Installationen des Acronis Backup-Plugins für cPanel & WHM“ beobachtet wurde. Die US-amerikanische CISA nahm die Schwachstelle am 16. September 2026 in ihren Katalog bekannter aktiv ausgenutzter Schwachstellen auf. Acronis meldet ebenfalls eine Ausnutzung in freier Wildbahn, spricht jedoch von begrenzten und gezielten Angriffen.

Der Hersteller stellt korrigierte Versionen bereit. Betreiber sollten die betroffenen Erweiterungen unverzüglich aktualisieren und prüfen, ob die Systeme bereits angegriffen wurden. Konkrete Indicators of Compromise gibt es bisher nicht. Betreiber betroffener Systeme sollten bei Verdacht auf eine Kompromittierung den Hersteller oder einen Incident-Response-Dienstleister einbeziehen.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

(ID:50958909)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung