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Compliance beinhaltet Abgleich zwischen Ist und Soll Active Directory und Group Policy Objects reichen nicht aus

| Autor / Redakteur: Chris Schwartzbauer, Shavlik Technologies / Stephan Augsten

Active Directory und GPO (Group Policy Objects) haben zweifelsohne ihren Wert bei der Umsetzung von Policies. Ihr Potenzial reicht jedoch für ein effizientes Konfigurationsmanagement oder den Nachweis von Compliance nicht aus. Dafür empfehlen sich automatisierte Tools, die Real-Time-Reports anbieten und Schwachstellen sofort beheben.

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Chris Schwartzbauer ist Vice President von Shavlik Technologies LLC.
Chris Schwartzbauer ist Vice President von Shavlik Technologies LLC.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Einhaltung von Compliance-Richtlinien wird für Unternehmen immer wichtiger. Dies hat in den Unternehmen zu einer beträchtlichen Mobilisierung von Ressourcen geführt. Aktuellen Umfragen zufolge bemühen sich viele Unternehmen, nach staatlichen und Industrierichtlinien „compliant“ zu sein.

Ohne ein verantwortungsbewusst durchgeführtes Konfigurationsmanagement ist Compliance aber nur ein zahnloser Tiger. Denn der reale Konfigurationsstatus des Netzwerks muss mit den Vorgaben der Policy kongruent sein, das ist eine notwendige Voraussetzung für Compliance.

Das zeigt auch eine Studie der Gartner Group. Laut den Ergebnissen basieren 65% der erfolgreichen kriminellen Übergriffe auf Unternehmensnetzwerke auf Fehlkonfiguration. Falsch konfigurierte Systeme sind wesentlich anfälliger und stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Vor allem die Systeme, die nicht unter Standardeinstellungen laufen und den Nutzern zu viel Handlungsfreiheit einräumen, bilden eine Zielscheibe für Angriffe.

Neben den Risiken entsteht auch ein übermäßiger Wartungsbedarf, da die Systeme ständig gesäubert werden müssen. Das verschlingt unnötige Ressourcen, die an anderer Stelle dann womöglich fehlen.

Sowohl Active Directory als auch GPO sind brauchbare Tools, die dabei helfen können, ein System an den Policy-Richtlinien angelehnt zu konfigurieren. Folgende Fragen stellen sich jedoch dabei:

1. Wie kann mit Hilfe von GPO überprüft werden, ob die aktuellsten Einstellungen mit den Richtlinien übereinstimmen?

2. Wie kann festgestellt werden, dass GPO einwandfrei funktioniert und das gesamte Netzwerk umfasst?

Genau darin liegt aber das Problem. Um diese Fragen schnell und adäquat beantworten zu können, bedarf es viel Zeit und Ressourcen.

Seite 2: Richtlinien-Diskrepanzen zeitnah erkennen und beheben

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