Aktive Ausnutzung! Kritische Sicherheitslücke in Adobe Coldfusion

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Eine gefährliche Schwachstelle in der Webentwicklungsplattform Coldfusion von Adobe wird laut CISA bereits aktiv ausgenutzt. Deshalb sollten Nutzer schnellstmöglich die bereitgestellten Hotfixes anwenden.

Durch zwei Sicherheitslücken in Adobe Coldfusion können Cyberkriminelle Schadcode ausführen.(Bild:  oz - stock.adobe.com)
Durch zwei Sicherheitslücken in Adobe Coldfusion können Cyberkriminelle Schadcode ausführen.
(Bild: oz - stock.adobe.com)

Adobe stellt dringende Hotfixes für seine Webentwicklungsplattform Coldfusion bereit. Denn diese enthält zwei Sicherheitslücken, eine davon – CVE-2017-3066 – ist kritisch und wird der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) zufolge bereits aktiv von Cyberkriminellen missbraucht. Die CISA hat die Schwachstelle in ihren Katalog der bekannten und ausgenutzten Sicherheitslücken (known exploited vulnerabilities) aufgenommen. Betroffen sind die Coldfusion-Versionen 10, 11 und 2016. Nutzer sollten die Patches schnellstmöglich aufspielen.

Code-Schmuggeln durch Fehler in der Datenverarbeitung

Die kritische Schwachstelle CVE-2017-3066 (CVSS 9.8) beschreibt einen Java-Deserialisierungsfehler in der Apache BlazeDS-Bibliothek. Das BlazeDS-Modul ist für die Verarbeitung von Daten zuständig, die in diesem Fall fehlerhaft ist. Nutzen Cyberkriminelle die Schwachstelle aus, können sie schädlichen Code auf dem Server ausführen und die Kontrolle darüber übernehmen.

Auch die Sicherheitslücke CVE-2017-3008 (CVSS 6.1) ermöglicht das unbefugte Einschleusen von Code. Konkret handelt es sich um eine sogenannte reflektierte Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (XSS). Während bei einer klassischen XSS-Sicherheitslücke Schadcode dauerhaft auf einem Server gespeichert wird, wird er bei der Ausnutzung einer reflektierten XSS-Sicherheitslücke nur dann ausgeführt, wenn das Opfer auf einen vom Angreifer präparierten Link klickt. Im Falle der Adobe-Sicherheitslücke können sich Cyberkriminelle bei einem erfolgreichen Angriff in fremde Konten einloggen, Sitzungsdaten stehen und Malware verbreiten.

Adobe-Kunden und Nutzer der Coldfusion-Plattform sollten die Fixes schnellstmöglich installieren und die Sicherheitslücken damit schließen.

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