„Cloud Security Report 2025“ von Check Point Alarmierende Schwächen in der Cloud-Abwehr

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Cloud-Transformation trifft auf Sicherheitsdefizite: Laut dem aktuellen „Cloud Security Report 2025“ von Check Point Software Technologies hatte im vergangenen Jahr mehr als jedes zweite Unternehmen einen Sicherheitsvorfall in der Cloud zu verzeichnen.

Die Zahl der Sicherheitsvorfälle im Cloud-Betrieb steigt, die Reaktion darauf kommt oft zu spät und KI-Bedrohungen treffen auf fragmentierte Abwehrsysteme - all dies Ergebnisse des aktuellen Sicherheitsreports von Check Point.(Bild: ©  Westlight - stock.adobe.com)
Die Zahl der Sicherheitsvorfälle im Cloud-Betrieb steigt, die Reaktion darauf kommt oft zu spät und KI-Bedrohungen treffen auf fragmentierte Abwehrsysteme - all dies Ergebnisse des aktuellen Sicherheitsreports von Check Point.
(Bild: © Westlight - stock.adobe.com)

Die Untersuchung, die auf einer globalen Umfrage unter 937 IT- und Sicherheitsverantwortlichen basiert, offenbart strukturelle Schwächen, die Unternehmen angreifbar machen – von überforderter Infrastruktur bis hin zu fehlender Transparenz bei lateralen Bewegungen von Angreifern.

Fragmentierte Tools, verpasste Alarme

Ein zentrales Problem: die Tool-Flut. Über 70 Prozent der Unternehmen nutzen mehr als zehn Cloud-Sicherheitslösungen, 16 Prozent sogar mehr als 50 – mit der Folge, dass überlastete Teams täglich mit Hunderten Warnungen konfrontiert sind. Alarmmüdigkeit bremst die Reaktionszeit aus, echte Bedrohungen bleiben oft unentdeckt. Nur 9 Prozent der Befragten erkannten Vorfälle innerhalb der ersten Stunde, während 62 Prozent mehr als 24 Stunden zur Behebung benötigten.

Veraltete Technik trifft auf moderne Angriffe

Auch bei den eingesetzten Technologien zeigt der Bericht Defizite: 61 Prozent verlassen sich noch immer auf signaturbasierte Web Application Firewalls – ein Konzept, das bei KI-gestützten Angriffen zunehmend wirkungslos wird. Während 68 Prozent der Unternehmen KI als strategisch wichtig einstufen, fühlen sich nur 25 Prozent ausreichend vorbereitet, um KI-Bedrohungen abzuwehren.

Blind für laterale Bewegungen

Besonders kritisch: Nur 17 Prozent der Unternehmen haben vollständige Sicht auf den Ost-West-Datenverkehr in ihren Cloud-Umgebungen. Angreifer, die die Perimeter-Sicherheit durchbrechen, können sich somit ungestört im System bewegen. Zudem werden nur 35 Prozent der Vorfälle durch automatisierte Plattformen erkannt – die Mehrheit wird durch Audits oder Hinweise von Mitarbeitern identifiziert.

Interne Hürden behindern den Fortschritt

Die Studie zeigt auch interne Bremsfaktoren: 54 Prozent sehen das Innovationstempo als Hauptherausforderung, 49 Prozent klagen über Fachkräftemangel, und 40 Prozent leiden unter schlecht integrierten Tools. Check Point empfiehlt daher eine Konsolidierung der Sicherheitsplattformen, den Einsatz von KI-gestützter Telemetrie und automatisierter Reaktion, etwa durch Lösungen wie CloudGuard oder die Infinity Platform des Herstellers.

Fazit: Die Cloud ist schneller als ihre Verteidiger

Die Ergebnisse zeigen, dass technologische Innovation in der Cloud die Verteidigung bislang überholt hat – mit potenziell gravierenden Folgen. „Die Cloud-Transformation schreitet schneller voran als unsere Verteidigungsmechanismen“, warnt Deryck Mitchelson, Global CISO bei Check Point. „CISOs müssen ihre fragmentierten Tools konsolidieren, laterale Bewegungen sichtbar machen und ihre Teams auf KI-Angriffe vorbereiten – sonst droht der Kontrollverlust über die eigene Cloud.“

Über die Studie:
Der Cloud Security Report 2025 basiert auf einer Umfrage von Cybersecurity Insiders mit 937 Teilnehmenden weltweit. Ziel war es, die größten Herausforderungen und Reifegrade moderner Cloud-Sicherheit in Unternehmen aller Größen zu erfassen.

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