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Bedrohung von Außen: Verschiedene Arten von externen Angreifern
Unter den externen Angreifern existieren drei verschiedene Typen, die häufig verwechselt oder gar nicht erst unterschieden werden: die Hacker, die Cracker und die Script Kiddies. Diese Angreifer unterscheiden sich jedoch zum Teil sehr stark voneinander. Im Folgenden werden diese drei Typen und ihre Unterschiede beschrieben.
Unter der Bezeichnung Hacker werden Technikenthusiasten verstanden, die umfangreiche computertechnische Grundlagenkenntnisse besitzen und im Falle der Computersicherheit zusätzlich sicherheitstechnische Kenntnisse haben. Hacker sehen ihre Herausforderung in der Überwindung von Sicherheitsmechanismen, um Schwachstellen zu erkennen. Durch die Umgehung der Sicherheitsmechanismen können somit Zugriffe auf Netzwerke, Virtuelle Maschinen, gesicherte Komponenten oder fremde Dateien erlangt werden.
Im Gegensatz zu Crackern oder Script-Kiddies greifen Hacker ihre Ziele nicht an, sondern begnügen sich mit der Überwindung der Sicherheitsmechanismen, um deren Schwachstellen aufzuzeigen, trotzdem ist nicht zu vergessen, dass auch Hacker sich im rechtlich illegalen Bereich bewegen, wenngleich sie der Hacker-Ethik unterworfen sind, in der festgelegt ist was ein Hacker tun darf und was nicht.
Cracker können das gleiche Fähigkeitsniveau wie Hacker erreichen, jedoch geht es ihnen beim Angriff auf ein IT-System nicht darum Schwachstellen im System aufzuweisen, sondern sich einen Vorteil zu verschaffen oder Chaos zu stiften. Vorteile kann er sich z.B. verschaffen, wenn er sich Zugriff auf Cloud-Ressourcen oder Cloud-Services ermöglicht, ohne deren Verbrauch bezahlen zu müssen.
Der Cracker handelt wie der Hacker, jedoch stehen hier die kommerziellen Interessen des Crackers im Vordergrund und dessen krimineller Hintergrund. Durch Angriffe auf Webserver, Veränderung von Daten und DoS-Angriffe versucht der Cracker Schaden am Cloud-Computing-System anzurichten. Durch DoS-Angriffe kann die Verfügbarkeit des Cloud-Computing-Systems soweit verringert werden, dass weitere Kunden des Anbieters keinen Zugriff mehr auf ihre Dienste haben.
Der dritte Typ sind die Script-Kiddies, diese sind im Vergleich zu Hackern und Crackern unerfahren und können die wenigsten Kenntnisse von Computern und deren Sicherheitsmechanismen vorweisen. Meist führen sie ihre Angriffe rein zufällig und unter Verwendung von Skripten oder gebrauchsfertigen Softwareprogrammen durch, deren Funktionsweise sie nicht kennen und deren Folgen sie sich nicht bewusst sind.
Daten in der Cloud entziehen sich der direkten Kontrolle des eigentlichen Besitzers, so dass die beschriebenen Arten von Angriffen ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellen, dem mit den entsprechenden Technologien begegnet werden muss. Kunden müssen sich ebenfalls bewusst machen, dass Angriffe nicht nur von außerhalb stattfinden, sondern auch intern in einem Cloud-Computing-System stattfinden können.
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