Achtung vor Phishing Hacker stehlen 1,8 Millionen Kundendaten von asgoodasnew

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Cyberkriminelle haben 1,8 Millionen Kundendaten beim Ge­braucht­e­lek­tro­nik­händler asgoodasnew ge­stoh­len. Ein unbekannter Angreifer nutzte eine Sicherheitslücke in einem Drittanbieter-Zahlungsmodul aus. Kunden sollten jetzt vorsichtig sein und auf Phishing-Angriffe achten.

Die Hacker gelangen an die Daten von asgoodasnew-Kunden, indem sie eine  Sicherheitslücke in einem Zahlungsmodul ausnutzten, das von dem Drittanbieter Oxid eShop bereitgestellt wurde.(© MicroOne - stock.adobe.com)
Die Hacker gelangen an die Daten von asgoodasnew-Kunden, indem sie eine Sicherheitslücke in einem Zahlungsmodul ausnutzten, das von dem Drittanbieter Oxid eShop bereitgestellt wurde.
(© MicroOne - stock.adobe.com)

Anfang März 2026 berichtete die Verbraucherzentrale von einem Cyberangriff auf den deut­schen Online-Shop asgoodasnew. Cyberkriminelle waren der Warnung nach in die Systeme des Unternehmens eingedrungen und konnten auf Kundendaten zugreifen. Davon könnten rund 1,8 Millionen Kundenkonten betroffen sein. Asgoodasnew ist ein Onlinehändler für Elektronik, der sich auf den Ankauf und Wiederverkauf gebrauchter Elektronik wie Smart­phones, Tablets oder Laptops und Kameras spezialisiert hat.

Zugriff über Sicherheitslücke bei Drittanbieter

Derzeit informiere das Unternehmen seine Kunden. Der Angriff sei Anfang März 2026 entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen hätten die Angreifer eine bislang unbekannte Sicher­heits­lücke in einem Zahlungsmodul des Online-Shops ausgenutzt. Die Software dafür stamme von dem Drittanbieter Oxid eShop und werde auch bei anderen Onlinehändlern eingesetzt. Über Oxid eShop organisiere asgoodasnew seinen Verkauf im Internet.

Die Angreifer haben der Verbraucherzentrale nach auf verschiedene Kundeninformationen zugegriffen. Dazu gehören:

  • Name und Anschrift
  • E-Mail-Adresse
  • persönliche Bestellhistorie
  • verschlüsselt gespeicherte Passwortdaten

Zumindest seien die Passwörter nicht im Klartext gespeichert gewesen, sondern verschlüsselt. Dennoch bestehe ein Risiko, dass sie mit entschlüsselt werden könnten. Deshalb habe asgood­as­new alle Kundenpasswörter zurückgesetzt. Kunden, die sich künftig wieder anmelden möchte, müssen über die Funktion „Passwort vergessen“ ein neues Passwort festlegen.

Die Verbraucherzentrale warnt nun vor Phishing-Angriffen. Kunden sollten auf keine ver­däch­ti­gen Links klicken, keine zusätzlichen Daten preisgeben oder Zahlungsinformationen eingeben. Außerdem gibt die Zentrale weitere Hinweise und Tipps den Schutz von Online-Konten.

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