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everRun HA (High Availability)
Der kleine Bruder von everRun FT ist die High-Availability-Version (HA). Wesentlicher Unterschied dieser Version ist der Failover-Ansatz der Lösung, der dem System eine 99,99-prozentige Verfügbarkeit beschert. Im Falle der everRun HA-Version laufen die beiden Server nicht synchron und der Standby-Server tritt nur dann in Aktion, wenn es zu einem Ausfall des aktiven Servers kommt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Failover-Lösungen werden jedoch die Daten kontinuierlich auf beiden Servern gespiegelt und die Netzwerkkarten können übergreifend eingesetzt werden. Sobald ein Server ausfällt, arbeitet der Anwender nach einer kleinen Latenz auf dem anderen System weiter.
Weniger ist oft mehr – dieses Motto könnte man auf die everRun HA Edition anwenden. Denn im Gegenzug zur geringeren Verfügbarkeit bietet die HA-Version eine höhere Kompatibilität und vor allem bessere Ausnutzung der Ressourcen. Besonders bei der Auswahl der Prozessoren wird dem Anwender mehr Flexibilität gelassen. So müssen die Prozessoren und die Konfiguration der beiden Server nicht unbedingt identisch sein und auch die eingesetzten Multi Core CPUs werden voll ausgenutzt.
Wir haben in unserem Test einen Server mit den Intel Dual Quad Core CPUs verwendet und als zweites System kam ein Server mit einem AMD Quad-Prozessor zum Einsatz. Dieser übernimmt im Falle einer Störung die Aufgabe des ausgefallenen Servers.
Leistung und Zuverlässigkeit
Um eine Entscheidung zu treffen, ob die HA-Lösung ausreichende Verfügbarkeit bietet, sind einige wichtige Aspekte zu verstehen. Selbst wenn das System ähnlich redundant wie die FT-Version konfiguriert ist, sollte man bedenken, dass der virtuelle Server immer nur auf einem der beiden realen Servern läuft. Im Störungsfall benötigt das System eine bestimmte Zeit, bis der virtuelle Server auf dem Ersatzserver zur Verfügung steht. Erst dann kann der Anwender wieder auf die Anwendungen und Daten zugreifen.
Die Verbindung zwischen den beiden Servern stellen die Netzwerkkarten dar und sie sind es auch, über die alle Daten des Hauptspeichers, der CPU und des Festplattenspeichers während des Betriebs vom aktiven Server auf dem CoServer übertragen werden. Der Anwender wird dabei in seiner Arbeit nicht gestört und kann einfach weiterarbeiten.
Ein weiterer Vorteil, der schon für Marathon everRun FT gegolten hat, ist auch für die HA-Version gültig. Es laufen demnach alle Anwendungen, die auch unter FT zum Einsatz kommen und es sind auch keine speziellen Anpassungen notwendig. Somit sind die meisten auf dem Markt befindlichen Applikationen sofort hochverfügbar. Ebenso werden die Datentransfers immer synchron auf beiden Systemen durchgeführt, sodass immer ein aktueller Datensatz auf beiden Servern vorhanden ist.
Seite 5: Noch höhere Sicherheit mit Split-Site
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