Mit Windows Server 2025 hat Microsoft die integrierten Windows Server Update Services (WSUS) abgekündigt. Zwar bleibt WSUS vorerst noch integriert, wird aber von Microsoft nicht mehr weiterentwickelt. Die empfohlenen Alternativen sind Azure Update Manager und Intune.
Eine der von Microsoft empfohlenen Alternativen für WSUS ist der Azure Update Manager.
(Bild: Joos - Microsoft)
Unternehmen, die auf WSUS setzen, sollten sich mit den Alternativen auseinandersetzen, die Microsoft anbietet. Zwar bleibt WSUS zunächst noch Bestandteil von Windows Server 2025, wurde aber als veraltetet klassifiziert. Das bedeutet, dass Microsoft das Produkt nicht weiterentwickelt und keine neuen Funktionen integriert. Es ist außerdem wahrscheinlich, dass WSUS auf Dauer aus Windows-Server verschwindet. Aktuell steht WSUS weiterhin zur Verfügung, aber es ist sinnvoll, sich schon jetzt mit den Alternativen zu beschäftigen.
Kostenlose Alternativen gibt es in diesem Zusammenhang von Microsoft aber keine mehr. Generell ist Microsoft Intune eine Möglichkeit die Update-Steuerung zentral abzuwickeln; oder Azure Update Manager, um Server und Clients aus der Cloud heraus mit Updates zu versorgen. Beide Varianten erfordern keinerlei lokale Dienste mehr, sondern werden komplett in der Cloud gesteuert. Außerdem benötigen weder Azure Update Manager noch Microsoft Intune ein Active Directory. Sobald die Clients oder Server angebunden sind, versorgen sie die Dienste mit Updates. Es erfolgt aber auch keine Zwischenspeicherung der Updates mehr. Clients laden die Updates jeweils selbst bei Microsoft oder teilen die Installationsdateien mit anderen Rechnern, die sich im gleichen Netzwerk befinden.
Azure Update Manager für die Bereitstellung von Updates nutzen
Azure Update Manager kommt den Möglichkeiten von WSUS am nächsten und ist auch Grundlage für die Bereitstellung von Hotpatches für Windows Server 2025 und Windows 11. Wenn Admins einzelne Server über Azure Arc an Azure angebunden haben, lassen sich diese auch mit Updates versorgen.
Jeder Server, der mit Azure Arc an Azure angebunden wird, lässt sich anschließend als eigenes Objekt im Azure-Portal verwalten. Dadurch stehen verschiedene Dienste aus der Cloud zur Verfügung, zum Beispiel Azure Update Manager, aber auch Dienste zur Überwachung des Servers wie Azure Monitor. Durch einen Klick auf den Server im Azure-Portal stehen diese Möglichkeiten als Kachel direkt im Fenster zur Verfügung. Über den Menüpunkt "Hotpatch" stehen die (kostenpflichtigen) Möglichkeiten zur Verfügung, um den Server per Hotpatching mit Updates zu versorgen.
Mit der Kachel "Aktualisierungen" können wiederum die generellen Updates für den Server gesteuert werden. Der Azure Update Manager V2 bietet eine umfassende und effiziente Lösung für das Patch-Management von Windows- und Linux-Servern, sowohl in der Cloud als auch On-Premises. Die neue Version verzichtet auf die Nutzung eines Log Analytics Workspaces und basiert stattdessen auf Azure Resource Graph, was die Übersichtlichkeit und Integration verbessert.
Ein zentrales Feature ist die Möglichkeit, durch dynamische Scopes automatisch Maschinen in Wartungspläne einzubeziehen, basierend auf Tags und anderen Metadaten wie Standort oder Ressourcentyp. Damit lassen sich unterschiedliche Update-Zyklen für Test- und Produktionsumgebungen flexibel gestalten. Ergänzt wird dies durch die Unterstützung von Azure Arc für die Verwaltung von On-Premises-Systemen. Neu hinzugekommene Features wie Pre- und Post-Scripts ermöglichen beispielsweise das automatisierte Sichern von Datenbanken vor Updates. Im Azure-Portal kann über den Bereich des Azure Updates Managers mit "Auf Updates überprüfen" eine manuelle Suche nach Updates gestartet werden. Dadurch lassen sich manuell Updates installieren, unabhängig davon, wo die Server betrieben werden.
Mit Richtlinien Updates über Azure Update Manager im Netzwerk verteilen
Nachdem Server über Azure Arc an Azure angebunden sind und Azure über den Update Manager eine erste Suche gestartet hat, sind die fehlenden Updates bei "Ausstehende Updates" ausgeführt. Nachdem die fehlenden Updates registriert sind, lassen sich diese über "Einmaliges Update" zunächst auf die angebundenen Server verteilen. Das erfolgt ebenfalls im Azure-Portal.
Über "Verwalten -> Richtlinien" können Admins verschiedene Richtlinien erstellen, um die Suche und Installation von Updates zu automatisieren. Die Verbindung erfolgt auch in diesem Fall über den Azure Connected Machine Agent auf den Azure-Arc-enabled-Servern. Es sind keinerlei lokale Serverdienste notwendig, um die Server mit Updates zu versorgen. Die erfolgreiche Installation der Updates ist anschließend ebenfalls im Azure-Portal beim Azure Update Manager zu sehen. Parallel dazu lassen sich Updates auch im Windows Update Center über den Bereich "Updates" verwalten. Auch hier spielt es keine Rolle, wo die Server betrieben werden. Nutzen Admins das Windows Admin Center, das im Azure-Portal zur Verfügung steht, lassen sich über diesen Weg auch aus der Cloud heraus Updates auf Windows-Servern konfigurieren.
Windows-Updates über Microsoft Intune steuern
Parallel zu den Möglichkeiten, Server über Azure Update Manager mit Updates zu versorgen, stellt Microsoft vor allem für die Aktualisierung von Windows 10 und Windows 11 in Intune über "Geräte -> Updates verwalten -> Windows-Updates" ebenfalls Möglichkeiten zur Verfügung, zentral Richtlinien und Profile festzulegen. Auch hier besteht der Vorteil darin, dass keine lokale Server-Infrastruktur notwendig ist und die Verteilung von Updates auch bei mobil eingesetzten Rechnern und im Homeoffice funktioniert. Ein Active Directory ist für den Azure Update Manager genauso wenig notwendig, wie für die Update-Steuerung über Microsoft Intune. Hier lassen sich aber zudem eigene Profile für Qualitätsupdates, Featureupdates und Treiberupdates hinterlegen.
Stand: 08.12.2025
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