Anbieter zum Thema
Microsoft eDrive: Stressfreie Hardware-Verschlüsselung
Bislang war die Situation so, dass Administratoren, die aus Sicherheitsgründen auf Vollverschlüsselung von Datenträgern setzen wollten, zwischen zwei Übeln wählen mussten:
Für Hardware-Verschlüsselung sprachen die Geschwindigkeit und die Sicherheit. Dem stand eine bedingte (Opal 1) oder praktisch fehlende Administrierbarkeit (andere Hardware-Lösungen) gegenüber. Die Folge war, dass sich Administratoren aus Bequemlichkeit doch zumeist für Software-Lösungen entschieden, und auf Windows-Systemen zumal für Microsoft Bitlocker. Auch Opal-1-Laufwerke brauchten übrigens Administrationssoftware, die also zusätzlich aufs System aufgespielt werden musste.
In Windows 8 (Pro und Enterprise) sowie Windows Server 2012 wurde nun eine relativ naheliegende Lösung des Problems gewählt: Bitlocker wurde so angepasst, dass das Microsoft-Tool selbst Hardware-basierende verschlüsselnde Laufwerke verwalten kann. Damit hat man die Geschwindigkeitsvorteile einer Hardware-Lösung, zugleich aber die Administrationsmöglichkeiten von Bitlocker.
Damit Laufwerke von Bitlocker verwaltet werden können, müssen sie zu „Microsoft eDrive“ kompatibel sein. Und diese Kompatibilität liegt (abgesehen von anderen, weniger problematischen Anforderungen wie dem IEEE-1667-Protokoll) dann vor, wenn ein Laufwerk Opal 2 unterstützt.
Mit anderen Worten: Opal 2 und Microsoft eDrive sind nicht dasselbe. In vielen oder gar den meisten Anwendungsfällen dürfte Opal-2-Unterstützung aber auf dasselbe hinauslaufen, wie eDrive-Unterstützung.
Opal-Hardware
Die großen Laufwerkhersteller (sowohl von Festplatten als auch von SSDs) haben allesamt Opal-Drives im Angebot. Allerdings ist die Unterstützung für den neueren Standard Opal 2.0 noch rar:
- Die SSD M500 von Crucial/Micron (erhältlich in Größen von 120 Gigabyte bis knapp ein Terabyte) unterstützte den Standard zuerst.
- Eine SSD-Alternative ist die Samsung SSD 840 EVO (ebenfalls in Größen zwischen 120 Gigabyte bis ein Terabyte erhältlich).
- Seagate hat eine 500 GB-Festplatte mit eDrive-Kompatibilität im Programm, die ST500LT025 (aus der Momentus-Thin-Baureihe); als ST500LT015 besitzt sie zusätzlich die FIPS 140-2-Zertifizierung, was bedeutet, dass ein physikalisches Öffnen der Platte aufgrund spezieller Siegel erkennbar wäre.
Fazit
Dank Microsoft eDrive und der Verfügbarkeit kompatibler Opal-2-Datenträger wird sich die transparente, administrierbare Hardware-Verschlüsselung von Laufwerken wohl zu einem alltäglichen Feature entwickeln. Derzeit sind allerdings noch relativ wenige kompatible Laufwerke erhältlich.
(ID:42430811)