Operation „Power Off“ Internationale Aktion gegen Cybercrime

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gelang des dem BKA, zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste abzuschalten. Vier mut­maß­liche Täter wurden festgenommen.

Die Ermittler der Operation „Power Off“ nahmen vier Verdächtige fest, beschlagnahmten neun Booter und schalteten 53 Domänen ab.(Bild:  nojman via Getty Images Signature)
Die Ermittler der Operation „Power Off“ nahmen vier Verdächtige fest, beschlagnahmten neun Booter und schalteten 53 Domänen ab.
(Bild: nojman via Getty Images Signature)

Internationale Strafverfolgungsbehörden haben Dutzende Server von Cyberkriminellen ab­ge­schaltet und Verdächtige festgenommen. Wie die Zentralstelle zur Bekämpfung der In­ter­net­kri­minalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundes­kri­minalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilten, gab es 16 Durchsuchungen unter anderem in Polen und Brasilien.

DDoS-Angriff ohne technische Kenntnisse

Im Mittelpunkt der Operation „Power Off“ standen sogenannte Stresserdienste. Diese krimi­nellen Services ermöglichen es Nutzern dem BKA nach auch ohne tiefergehende technische Fähigkeiten gegen Entgelt das Ausführen von Überlastungsangriffen. Dabei werden Opfer­sys­teme gezielt so überlastet, dass deren Inhalte zeitweise nicht erreichbar sind. Webseiten oder -dienste fallen in der Folge aus, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden bei betroffenen Unternehmen und potenziell zu Ausfällen kritischer Infrastrukturen führen kann.

Zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste wurden den Angaben zufolge abgeschaltet. Der mutmaßliche Betreiber – ein Deutscher – sitzt demnach in Thailand in Haft. In Polen wurden drei weitere mutmaßliche Tatbeteiligte festgenommen, wie es weiter hieß.

„Seit Beginn der Operation 'Power Off' haben die beteiligten Strafverfolgungsbehörden Hin­weise auf mehr als drei Millionen Nutzerkonten mit kriminellen Bezügen gewonnen“, so ZIT und BKA. „Die deutschen Behörden werden mehr als 50.000 Nutzende der vom Netz genommenen Dienste kontaktieren und auf die mögliche Strafbarkeit ihrer Handlungen aufmerksam machen.“

(ID:50819527)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung