Notfallmanagement verständlich erklärt BSI gibt KMU Tipps für das Business Continuity Management

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Das BSI unterstützt KMU beim Aufbau eines modernen Notfall­ma­nage­ments. Eine neue Broschüre erklärt die Grundlagen des Business Continuity Manage­ments verständlich und zeigt, warum klare BCM Strukturen ange­sichts wachsender Cyberrisiken jetzt wichtig sind.

Die BSI Broschüre unterstützt KMU dabei, Notfallmanagement und BCM verständlich und stufenbasiert aufzubauen, mit Beispielszenarien, Praxistipps und Orientierung für NIS 2 konforme Resilienz.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Die BSI Broschüre unterstützt KMU dabei, Notfallmanagement und BCM verständlich und stufenbasiert aufzubauen, mit Beispielszenarien, Praxistipps und Orientierung für NIS 2 konforme Resilienz.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Mit der neuen Broschüre „Einstieg in das BCM für KMU“ stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Hilfsmittel bereit, das kleinen und mittleren Unternehmen beim Aufbau eines Business Continuity Management Systems (BCMS) helfen soll. Und dieses kommt zu keinem zufälligen Zeitpunkt. Denn gerade im Kontext der zunehmenden Cyber­be­droh­ungen und der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie wird ein strukturiertes Notfall­manage­ment für viele Betriebe verpflichtend und entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer Hand­lungsfähigkeit.

Grundlagen des Business Continuity Managements

Die Broschüre des BSI vermittelt die Grundlagen des BCM in einfacher Sprache und zeigt, wie Unternehmen von einem reaktiven zu einem standardisierten BCM gelangen können, Schritt für Schritt. Auch Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung oder Erfahrung im BCM erhalten so einen realistischen und praxisorientierten Einstieg in das Thema. Dabei unterscheidet das BSI zuerst die drei Stufen des Business Continuity Managements:

1. Reaktives BCMS
• Konzentriert sich bei Schadensereignissen auf die kurzfristige Reaktion.
• Ziel ist die schnelle Wiederaufnahme des Betriebs – auf Notfallniveau und mit minimalem Ressourceneinsatz.
• Fokus liegt auf Notfallmaßnahmen und einfachen Notfallplänen, ohne umfassende präventive Analysen.

2. Aufbau des BCMS
• Integriert präventive Maßnahmen und systematische Analysen für wesentliche Bereiche des Unternehmens.
• Ziel ist es, eine größere Widerstandsfähigkeit durch fundierte Analysen zu gewährleisten. Dazu zählt sowohl die Business-Impact-Analyse (BIA) als auch die Risikoanalyse.
• Fokus liegt auf strukturierter Entwicklung von Notfallstrategien und stärkerer Verknüpfung mit Managementsystemen.

3. Standard-BCMS
• Vollständig ausgereiftes System, das den Anforderungen internationaler Standards wie ISO 22301 entspricht und das gesamte Unternehmen auf zeitkritische Prozesse hin untersucht.
• Ziel ist die Sicherstellung eines durchgängig resilienten Betriebs, auch bei komplexen Schadensereignissen.
• Fokus liegt auf durchgehender Prävention, Wiederherstellung und kontinuierlicher Verbesserung für das gesamte Unternehmen.

Die Broschüre „Einstieg in das BCM für KMU“ gibt Antworten auf die Fragen, welche Stufe sich für den Einstieg in die Strategie eignet, zeigt Beispielszenarien auf und liefert einen Leitfaden für die Umsetzung. Dieser enthält Tipps bei der Beauftragung von externen Dienstleistern, Empfehlungen für Standard-Lösungen sowie Inhalte, die in einem Notfallplan nicht fehlen sollten. Ein weiteres Thema der Publikation ist die Cybersicherheit in Lieferketten. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt im Sinne der nationalen und europäischen Resilienzstrategie.

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