ISC2-Studie „Security Training Trends 2026“ Budgets für Sicherheitsschulungen in deutschen Unternehmen steigen

Quelle: Pressemitteilung ISC2 3 min Lesedauer

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Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der IT-Sicherheit betrachten Unternehmen Cybersecurity-Schulungen zunehmend als strategische Investition. 66 Prozent der deutschen Teilnehmer einer ISC2-Studie haben in den letzten 12 Monaten ihre Budgets für Sicherheitsschulungen erhöht.

Deutsche Unternehmen verstärken ihre Investitionen in Schulungen zur Cybersicherheit.(Bild: ©  cherdchai - stock.adobe.com)
Deutsche Unternehmen verstärken ihre Investitionen in Schulungen zur Cybersicherheit.
(Bild: © cherdchai - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel in der IT entpuppt sich immer mehr als kritischer Erfolgsfaktor, nicht zuletzt deshalb, weil die Anzahl und Komplexität von Cyberangriffen auf Unternehmen gleichzeitig zu nimmt. Angesichts der Zunahme von Cyberangriffen ist es für Unternehmen umso wichtiger, nicht nur ihre IT-Infrastrukturen zu schützen, sondern auch sicherzustellen, dass genügend qualifizierte Fachkräfte – Cybersecurity-Experten mit den erforderlichen Kompetenzen – zur Verfügung stehen.

Eine internationale Studie zeigt, was seitens der Organisationen unternommen wird, um diese Situation zu entschärfen. Demnach investieren sie verstärkt in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um bestehende Kompetenzlücken zu schließen und die eigene Resilienz zu stärken. Laut ISC2-Studie „Security Training Trends 2026“ nannten mehr als zwei von fünf deutschen Sicherheitsverantwortlichen – fast die Hälfte aller befragten Sicherheitsverantwortlichen (43 Prozent) – Kompetenzen im Bereich der künstlichen Intelligenz als den dringendsten Schulungsbedarf.

Sicherheit im Cloud-Computing, bei der Netzwerküberwachung und Sicherheitsanalysen belegen mit 39 Prozent gemeinsam den zweiten Platz auf der Prioritätenliste, und auch Kenntnisse in den Bereichen Sicherheitsanalyse und -technik (38 Prozent), Risikobewertung, Bedrohungsanalyse und IAM (beide 37 Prozent) sowie Sicherheitsadministration (33 Prozent) sind sehr gefragt.

Weiterbildung wird zur strategischen Investition

Doch die Zeit drängt: Cyberkriminelle nutzen immer öfter automatisierte Verfahren und KI-gestützte Angriffsmethoden. Gleichzeitig verlagern Unternehmen immer mehr Anwendungen und Daten in die Cloud. Vor diesem Hintergrund betrachten Unternehmen Cybersecurity-Schulungen zunehmend als strategische Investition. Zwar gaben zwei Drittel der deutschen Befragten (66 Prozent) an, dass ihr Unternehmen das Budget für Sicherheitsschulungen in den letzten 12 Monaten aufgestockt habe, doch zeigen die Ergebnisse auch, dass Arbeitgeber einen umfassenderen Ansatz zur Vorbereitung ihrer Belegschaft verfolgen, der unter anderem rollenbasierte Schulungen und Blended-Learning-Modelle umfasst. Unternehmen entwickeln ihre Schulungsangebote aktiv weiter, um interne Kompetenzen aufzubauen und den sich wandelnden Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, anstatt sich allein auf Personalzuwachs zu verlassen.

Berufliche Weiterbildung während der Arbeitszeit oft schwierig

Der Studie zufolge setzen die meisten Cybersicherheitsverantwortlichen auf strukturierte Ansätze zur Personalentwicklung; 71 Prozent gaben an, dass sie eine Mischung aus internen und externen Anbietern nutzen, und 65 Prozent sagten, dass die Schulungen auf die jeweilige Rolle zugeschnitten sind und es sich nicht um standardisierte Einheitsprogramme handelt. Doch trotz steigender Investitionen bleibt die praktische Umsetzung eine Herausforderung: 99 Prozent der befragten Sicherheitsverantwortlichen gaben an, dass ihr Unternehmen berufliche Fortbildungen während der Arbeitszeit zulässt, dennoch nannten 51 Prozent der Cybersicherheitsexperten Zeit- oder Terminprobleme als größtes Hindernis für effektive Sicherheitsschulungen.

Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse die konkreten Auswirkungen dieser Bemühungen. Die deutschen Befragten gaben an, dass Schulungen am wirksamsten dazu beitragen, die Fähigkeit zum Umgang mit neuen Technologien zu verbessern (83 Prozent), vermeidbare Sicherheitsvorfälle zu reduzieren (81 Prozent) und das Bewusstsein für aktuelle Bedrohungen und Sicherheitsrisiken im gesamten Unternehmen zu schärfen (80 Prozent).

Technologie allein reicht nicht mehr aus

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen damit vor allem eines: Cybersecurity-Kompetenzen werden zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Unternehmensresilienz. Angesichts einer dynamischen Bedrohungslage reicht es nicht mehr aus, in Technologien zu investieren. Ebenso entscheidend ist die Fähigkeit der Cybersicherheitsexperten, neue Risiken zu erkennen, Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und auf Vorfälle angemessen zu reagieren.

Unternehmen, die frühzeitig in den Aufbau von Kompetenzen im Bereich Cybersicherheit investieren, stärken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen und verbessern ihre Fähigkeit, mit sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen umzugehen. Infolgedessen wandelt sich die Cybersicherheit von einer Frage der Fortbildung zu einer strategischen Geschäftspriorität und zu einem wesentlichen Bestandteil der langfristigen Unternehmenssicherheit.

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